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Senioren-Workshop liefert erste Ergebnisse / Drei konkrete Projekte werden näher verfolgt

Wohnideen zwischen Eigenheim und Altenheim

Springe (ric). Der Workshop zum Thema „Wohnen und Leben in Springe in der zweiten Lebenshälfte“ hat am späten Mittwochabend den Anstoß für mehrere seniorenorientierte Projekte in der Deisterstadt gegeben.


Die 60 Teilnehmer, die wie berichtet in Arbeitsgruppen Ideen und Anregungen sammelten, Defizite aufdeckten und Lösungsvorschläge diskutierten, wollen sich zunächst verstärkt mit dem Generationenübergreifenden Wohnen beschäftigten, sagte Veranstaltungs-Koordinatorin Dagmar Vogt-Janssen im Gespräch mit der NDZ. „Das Thema soll intensiv beleuchtet werden, als Ansprechpartner werden überregionale Experten eingebunden“, berichtete die Mitarbeiterin der Hannoveraner Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin.

Ein Haus der Begegnung könnte nach den Vorstellungen der Workshop-Teilnehmer entstehen. Es soll einen Informationsaustausch und Zusammenkünfte ermöglichen. Vogt-Janssen: „Denkbar ist dabei die Vernetzung mit dem Familienbüro. Interessierte können im Haus der Begegnung erfahren, wo sie sich ehrenamtlich einbringen oder qualifizieren können.“

Drittes konkretes Ergebnis ist die Aktualisierung des Seniorenratgebers. Der soll um zusätzliche Informationen und Angebote erweitert werden. In näherer Zukunft sollen auch die Themen Öffentlicher Personennahverkehr, Barrierefreiheit und öffentliche Sanitäreinrichtungen ins Auge gefasst werden.

Gestern trafen sich Vertreter einer Arbeitsgruppe zum Nachgespräch im Rathaus. Hanne Finke, Christoph Rohr, Alexander Huhn und Uwe Lampe wollen sich dem Thema alternative Wohnformen widmen. „Aus den Ergebnissen der Studie können wir zwar einiges ableiten, aber zurzeit noch nichts konkret umsetzen“, machte Lampe deutlich, der als Mitglied am Runden Tisch den Anschub zur Seniorenbefragung geleistet hatte. Allerdings: „Wir sehen in Springe Bedarf, niederschwellige Angebote ins Leben zu rufen – Haus- und Wohnformen, in denen Senioren zusammen leben“, sagte Lampe, der dabei auch an die Ortsteile denkt.

„Für viele Menschen ist es wichtig, auch im Alter an ihrem Ort zu bleiben und nicht woanders hin in ein Heim zu wechseln“, weiß Finke. Hintergrund ist die Überlegung, die „Grauzone“ zwischen Wohnen im eigenen Haus und der Betreuung in einem Altenheim zu finden. Die Arbeitsgruppe ist sich einig: In der Mitte gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die ausgelotet werden können. Ziel ist, Bestand und Bedarf abzufragen.

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