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Wohnen wird teurer

SPRINGE. Wohnen wird teurer – besonders bei Neubauten. Laut des neuen Mietspiegels für Springe, den die Region jetzt vorgelegt hat, ziehen die Mietpreise besonders im Bereich der Wohnungen ab 65 Quadratmetern Größe an.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Teurer wird es bei großen Mietobjekten mit 85 oder mehr Quadratmetern. Wohnungen, die bis 1960 erbaut worden sind, kosteten 2015 noch 5,12 Euro pro Quadratmeter, 2017 klettert der Durchschnittspreis auf 5,68 Euro an – 10,94 Prozent mehr. Auch bei neueren Mietobjekten, die von 1961 bis 1994 entstanden, drehte sich die Preisschraube nach oben: 5,14 Euro pro Quadratmeter zahlten Mieter im Jahr 2015, zwei Jahre später sind es 5,31 Euro – 3,31 Prozent mehr.

Weniger deutlich fällt der Anstieg indes bei kleineren Wohnungen aus. Am stabilsten ist der Mietpreis bei Wohnungen der Größenklasse 2 (45 bis 64 Quadratmeter). Bei Altbauten, die bis 1960 fertig wurden, stieg er seit 2015 lediglich um 0,02 Euro auf 5,64 Euro pro Quadratmeter – ohne Nebenkosten.

Das sind 0,36 Prozent mehr. Völlig gleich blieben in dieser Größenklasse auch die Preise für Wohnungen, die zwischen 1961 und 1994 entstanden: 5,21 Euro bezahlen Mieter dafür auch im Jahr 2017.

Statistisch günstiger wurden Altbauten sogar in der Größenklasse bis 45 Quadratmetern: 5,69 Euro zahlten Mieter dafür bislang, 2017 sank der Preis auf 5,59 Euro: 1,7 Prozent weniger.

Für neuere Wohnungen dieser Größenklasse müssen Springer 2017 indes tiefer in die Tasche greifen. Sie schlagen 2017 mit 5,36 Euro pro Quadratmeter zu Buche, 2015 lag der Preis noch bei 5,15 Euro, er ist also um vier Prozent gestiegen.

Für die Statistik hatte die Region zahlreiche Mieter und Vermieter befragt. An der Erstellung des Spiegels selbst war die Stadt Springe diesmal nicht selbst beteiligt: Garbsen und Langenhagen vertraten die 20 Kommunen im Umland von Hannover. Mit dabei waren aber der Deutsche Mieterbund sowie der Verband Haus und Grundeigentum.

Damit der Mietspiegel offiziell wird, muss die Springer Politik ihn noch absegnen. Am Donnerstag, 9. März steht das Papier deshalb auf der Tagesordnung der Mitglieder des Stadtrates.

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