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Windräder: Stadt prüft Klagemöglichkeit

Springe/Bad Münder. Drei Windräder könnten bald an der Stadtgrenze nach Bad Münder stehen: So viel Platz ist auf den Flächen, die Springes Nachbarstadt entlang der L 421 ausweisen will. Die Springer Verwaltung hatte einige Kritikpunkte an den Plänen eingereicht.


Springe/Bad Münder. Drei Windräder könnten bald an der Stadtgrenze nach Bad Münder stehen: So viel Platz ist auf den Flächen, die Springes Nachbarstadt entlang der L 421 ausweisen will. Wie berichtet, hatte die Springer Verwaltung einige Kritikpunkte an den Plänen eingereicht. Man wolle nun prüfen, ob es eine Klagemöglichkeit gebe, wenn die Anregungen kein Gehör fänden, sagt Fachbereichsleiter Reinhard Schade.

Auf den Tisch kam das Thema in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses: Konkret hatte FDP-Ratsherr Klaus Nagel nach rechtlichen Möglichkeiten gefragt. Keine einfache Angelegenheit, betonte Schade: Für die verschiedenen Aspekte wie Umweltschutz oder Abstandsregelungen seien verschiedene Behörden zuständig – nicht immer automatisch die Stadt Springe.

Fest steht indes, dass es für die maximal drei Windräder nach den Plänen der Kurstadt keine Höhenbegrenzung gibt – und dass sie sich einschließlich der Rotoren vollständig auf dem Gebiet des Nachbarn befinden müssen. Im Alltag macht das allerdings kaum einen Unterschied: Auch von Springe aus dürften die großen Anlagen gut zu sehen sein. Bei der Stadt macht man sich denn auch Sorgen um die sogenannten Sichtachsen – Schneisen, die den Blick auf landschaftsprägende Elemente möglich machen. Ein Gutachten des Raumordnungsprogramms der Region hatte Bad Münder demnach nicht auf sich anwenden wollen – genau wie die Abstandswerte zur Wohnbebauung, die dort niedriger liegen als auf Regionsgebiet.

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