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Willkommensfeier für Flüchtlinge

Völksen. Es war ein „Fest der Begegnungen“ im besten Sinne des Wortes. Zahlreiche Völksener sind in den Räumen der Johannesgemeinde zusammengekommen. Alteingesessene wie Neubürger feierten gemeinsam gut gelaunt.


Völksen. Es war ein „Fest der Begegnungen“ im besten Sinne des Wortes. Zahlreiche Völksener sind in den Räumen der Johannesgemeinde zusammengekommen. Alteingesessene wie Neubürger – darunter mehrere Flüchtlingsfamilien – feierten gemeinsam gut gelaunt. „Wir wollen in Völksen zusammenwachsen“, erläuterte Pastor Reinhard Surendorff die Idee zu dem Begegnungsangebot. Zusammen mit Petra Keck vom Verein „Kinder leben in Völksen“ (KliV) und einem Team von Mitstreitern hatte er das Fest initiiert und organisiert. Viele trugen dazu bei, dass sich jeder willkommen fühlte.

„Alle sind so nett. Alle lächeln, alle helfen mit“: Mit diesen Worten beschrieb Haitham Alo, wie er und seine Landsleute aus Syrien das Fest in der Johannesgemeinde empfanden. Der junge Mann, der seit knapp zwei Jahren in Völksen lebt, sprach nicht nur fließend Deutsch, sondern übersetzte auch für andere syrische Familien. Unter den Gästen waren auch die engagierten Bürger, die die Geflüchteten im Alltag betreuen und mit Rat und Tat jederzeit zur Seite stehen.

Doch wer eigentlich aus Syrien kam, wer aus Tschetschenien stammt oder schon lange in Völksen lebt, war oft nur auf den zweiten Blick zu erkennen. Am üppigen Buffet bekamen die Besucher die Möglichkeit, sich auszutauschen und gemeinsam zu schlemmen. Mit Begrüßungsliedern in mehreren Sprachen stimmte zum Auftakt der Chor der Völksener Grundschule die Besucher ein. Verschiedene Vereine präsentierten sich und informierten über Freizeitangebote und Mitmachmöglichkeiten.

Fast 20 selbst genähte Mini-Decken für die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien verteilten Helge Zdebet-Müller und Adela Seyffert. „Mit neuen Stoffen haben wir alte Bettdecken aufgepeppt“, sagte Seyffert. Dabei lebt das Engagement der Frauen auch von Spenden.

Die Pfadfinder der Johannesgemeinde hatten ein Feuer entfacht und luden zum Stockbrotbacken und Mitmach-Aktionen ein. Der Verein „Kliv“ spielte mit den jüngeren Besuchern Brettspiele, während am Nachbartisch gemalt und gebastelt wurde. Dieses kreative Angebot betreuten die zwölfjährige Domenica und die 13-jährige Greta. „Wir haben überlegt, was wir für die Flüchtlinge machen können“, sagten die beiden Jugendlichen. Schon vor dem Begegnungsfest hatten sie Kontakt zu zwei tschetschenischen Familien und trafen sich mit den Gleichaltrigen. Selbstverständlich, dass sie das Begegnungsfest mitgestalteten. Zu ihnen an den Basteltisch gesellte sich auch Juri. Er war mit seiner Mutter Ida Sölter aus Mittelrode nach Völksen gekommen. Für sie war es ein großes Anliegen, die Idee des Festes mit ihrer Teilnahme zu unterstützen.

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