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Wisentgehege lockt mit dem zweitägigen Hubertusfest 12000 Besucher an

Wildes Feiern mit herbstlichem Flair

Alvesrode. Herbstlicher Blätterwald, wilde Tiere, Unterhaltung und Information – mit dieser gelungenen Mischung hat sich das Hubertusfest im Wisentgehege einmal mehr als Besuchermagnet erwiesen. Rund 12000 Gäste genossen am Wochenende die traditionsreiche Veranstaltung, die zum 32. Mal ihre Pforten öffnete. Rund 80 Aussteller sorgten dafür, dass große und kleine Naturfreunde voll auf ihre Kosten kamen.

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Autor:

Annegret Brinkmann-Thies

„Ich komme seit meinen Kindertagen zum Hubertusfest“, berichtete Roland Schaper. Jetzt war er mit seinen Söhnen Frederick und Felix aus Alfeld angereist, um mit ihnen das bunte Programm zu genießen und ihnen die Natur nahe zu bringen.

Bei dem facettenreichen Fest standen die wilden Tiere naturgemäß im Mittelpunkt. Ihnen konnten die Gäste ganz nahe kommen – und zugleich viel Wissenswertes erfahren. So bekamen sie spannende Einblicke bei den Wolfspräsentationen von Matthias und Birgit Vogelsang. Zudem konnten sich die Kinder in einer Lernausstellung im Waldpädagogikzentrum auf vielfältige Art mit der „Rückkehr der Wölfe“ beschäftigen. Hautnah erleben konnten die Besucher aber auch die gefiederten Flugkünstler – in den Shows auf dem Falkenhof, aber auch bei den Mitgliedern des Deutschen Falkenordens, die viele Fragen rund um ihre Jagdpartner, die Wanderfalken, beantworteten.

Den Tieren auf die Spur kommen konnten die Kinder außerdem bei der Springer Jägerschaft. Der vierjährige Alex etwa, der mit seinen Eltern und seiner Cousine aus Bad Münder gekommen war, bestaunte die Tierpräparate bei der Ausstellung „Lernort Natur“. Anfassen war dabei ausdrücklich erlaubt.

„Der Tierarzt und die wilden Tiere“: Unter diesem Motto hielt Veterinär Philipp Kloenen Vorträge in der Köhlerhütte. Er betreut die Tiere des Geheges, und gab sein Wissen erstmals beim Hubertusfest weiter. Eine Premiere gab es auch für Thies Jädtke und Janek Exner. Die beiden Mitarbeiter der Landesforsten kreierten mit ihren Motorsägen Skulpturen aus Holz.

Großer Andrang herrschte auch bei der Pilz AG der Freunde des Wisentgeheges. Rund 120 verschiedene Pilzsorten haben unsere Mitglieder für diese Präsentation gesammelt“, berichtete Hubert Klimke. Unterstützt wurde die Springer AG von den Pilzfreunden aus Hildesheim. Deren Leiter Thomas Schmidt hatte sogar den hochgiftigen grünen Knollenblätterpilz mitgebracht.

Um die Bewirtschaftung der Besucher kümmerten sich unter anderem die Landfrauen vom Kreisverband Springe. Sie servierten köstliche Bratenklüten. Auch die Service-Clubs Lions Springe und die Kiwanis versorgten die Gäste für den guten Zweck mit allerlei Leckereien.

Wer sich zu Hause selbst ein Wildgericht zubereiten wollte, konnte auf sein Wissen und das Losglück hoffen. Mit einer großen Wildbretverlosung an beiden Tagen belohnte Gehegeleiter Thomas Hennig alle Teilnehmer des diesjährigen Hubertus-Quiz.

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