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Wie die Stadt alle Investitionen stemmen könnte

SPRINGE. Zu tun gibt es eine Menge für die Mitarbeiter des Hochbauamtes: IGS-Umbau, Rathaus-Anbau, acht neue Feuerwehrgerätehäuser, vier Grundschulen in denen gebaut wird, zwei Sporthallen mit Renovierungsbedarf und das Hallenbad. Allein im Jahr 2017 stehen Investitionen in Höhe von 12 911000 Euro an. Was nun?

Die Immobilie in der Straße „Zur Salzhaube“ ist von der Stadt gemietet. Auch hier stehen 2018 Sanierungsarbeiten an. FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

So viel, dass nicht nur die CDU-Fraktion nach den Haushaltsberatungen bezweifelt hat, ob alles überhaupt abgearbeitet werden kann. Nun soll das Personal im Baudezernat aufgestockt werden.

„Ist der Fachdienst überhaupt in der Lage, all das personell zu realisieren?“ – gestellt hat die Frage Bau-Ausschuss-Chef Heinrich Freimann (CDU). Aber sie brannte vermutlich allen auf den Nägeln. Fachbereichsleiter Reinhard Borchardt betonte zunächst die Leitungsfähigkeit seines Fachbereichs: „Wir hatten in der Vergangenheit auch schon Jahre mit Bau-Hochkonjunktur.“ Als Lösung habe man Aufgaben an Fremd-Architekten vergeben. „Das aktuelle Volumen ist zu schaffen – bis ich sage, es geht nicht mehr.“ Überdies sei noch nicht klar, ob das, was im Haushaltsentwurf steht, „wirklich so kommt“. Tatsächlich beschlossene Projekte würde er allerdings auch ungern verschieben.

Elke Thielmann-Dittert griff den Ball auf. Die Grünen-Ratsfrau fragte bei Borchardt direkt nach: „Wie viele Stellen brauchen Sie? Zwei?“ Der Gefragte betonte, dass eine Ausschreibung nur dann Sinn mache, wenn die Position auch attraktiv sei – und mindestens Tarifstufe E11 entspreche, Einstiegsgehalt 3053 Euro.

Thielmann-Dittert wurde noch konkreter: „Zwei Ingenieur-Stellen, befristet bis 2019“ war ihr konkreter Vorschlag. André Malkowski, junger Mitarbeiter im Hochbauamt, betonte, dass zwei Stellen auch „erst einmal besetzt werden“ müssten. Und Volker Gniesmer (SPD) sah keinen Bedarf für zwei Stellen „wenn die Feuerwehrgerätehäuser und Schulen abgearbeitet sind“.

Freimann wusste indes, dass im Fachbereich „in den nächsten fünf Jahren eine ganze Menge Personal in Pension gehen wird“. Thielmann-Dittert setzte noch einmal an – die Stelle solle mit der Option auf Vertragsverlängerung über 2019 hinaus ausgeschrieben werden.

Bochardt begrüßte den Vorstoß: „Ich finde den Vorschlag akzeptabel. Wenn das funktioniert, und wir merken, dass das Personal 2018/19 nicht reicht, dann können wir die Stellen auch weiter verlängern.“

Die Mitglieder des Bauausschusses votierten einstimmig für die Personal-Aufstockung.

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