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Qualitätssiegel für das Krankenhaus Springe / Umbaumaßnahmen sollen bald beginnen

„Wie bei einer Klassenarbeit gefühlt“

Springe (jemi). „Unsere Mitarbeiter haben sich ein wenig wie bei einer Klassenarbeit gefühlt“, sagt Egbert Schaefer, ärztlicher Direktor des Klinikums Springe, schmunzelnd. Grund für die Aufregung im Team war die Prüfung des Hauses für eine Zertifizierung beim Qualitätsmanagement. Da der Test positiv verlief, erhielt das Krankenhaus die Auszeichnung.

Wolfgang Grotstück, Annelie Kadler und Egbert Schaefer präsentieren stolz das Zertifikat.  Foto: jemi

„Diese Bescheinigung hat nichts mit finanziellem Gewinn zu tun, sondern kommt ausschließlich den Patienten zugute“, erläutert Schaefer. Pflegedirektorin Annelie Kadler ergänzt, dass das Springer Krankenhaus das Zertifikat freiwillig erworben habe. Die Pflicht, ein Qualitätsmanagement vorzuweisen, gäbe es noch nicht. Doch mit dieser Urkunde könnten die Patienten darauf zählen, gut versorgt zu werden.

Patientensicherheit könne nur gewährleistet werden, wenn die Kommunikation innerhalb der Abteilungen im Haus funktionieren würde, so Schaefer. Schlecht würde es sich in jedem Fall auswirken, wenn jeder Fachbereich sein eigenes Süppchen koche und sich nicht für den Ablauf des anderen interessieren würde: „Eine gute Organisation ist einfach unheimlich wichtig für den Patienten“, sagt Schaefer. Dadurch könne man sehr viele Fehler vermeiden. Fehler, wie das Verteilen eines falschen Medikaments, gingen schließlich immer auf Kosten des Patienten: „Und darf nicht sein.“

Um die Prüfung zu bestehen, war eine Vorbereitungszeit von etwa einem Jahr notwendig, sagt Wolfgang Grotstück, kaufmännischer Direktor. Das Krankenhaus rief eigens eine Qualitätssteuerungsgruppe von etwa 20 Mitarbeitern ins Leben.

Da der Geltungsbereich des Zertifikats das gesamte Leistungsspektrum im pflegerischen und medizinisch-therapeutischen Bereich – einschließlich der Verwaltung – umfasst, gehören der Steuerungsgruppe Mitarbeiter aller Abteilungen an.

Der wichtigste Effekt dieses Zertifikats ist laut Kadler die ständige Weiterentwicklung. „Wir müssen uns stets hinterfragen, um mindestens auf diesem Level zu bleiben oder uns noch zu optimieren.“

Wann es zu den groß geplanten Umbaumaßnahmen des Gebäudes kommen soll, von denen seit etwa anderthalb Jahren die Rede ist, ist noch ungewiss. Das millionenschwere Projekt sei jedoch nicht vom Tisch, betont Grotstück. Er hoffe, dass er noch in diesem Jahr die Pläne vorstellen kann. Details wollte er noch nicht verkünden. Allerdings soll es wohl einige Änderungen zu den ursprünglichen Planungen geben, deutete Grotstück an.

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