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Wettbewerb: Eldagsen will Dorf mit Zukunft werden

ELDAGSEN. Die Stadt Eldagsen legt eigentlich wert darauf, kein Dorf zu sein. Doch jetzt machen die stolzen Bürger eine Ausnahme: für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsrat die Teilnahme beschlossen. Doch wie ist das möglich?

Die Stadt Eldagsen will den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewinnen. Dabei sollen auch Veränderungen wie die Umgestaltung des Kirchumfelds thematisiert werden. Foto: Hermes
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Immerhin steht in den Regularien, dass ein Ort dafür nicht mehr als 3000 Einwohner haben darf. Zudem war am 31. Januar Bewerbungsschluss.

„Wir haben eine Sondergenehmigung bekommen“, erklärt Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf. „Amelie Morr von der Stadt Springe hat für uns alles in die Wege geleitet.“ Das Sonderthema des diesjährigen Wettbewerbs „Integration und Willkommenskultur“ sei Eldagsen wie auf den Leib geschrieben, meint Rohlf. Mit dem Haus Einzigartig habe der Ort einen Raum geschaffen, in dem sich Ehrenamtliche um Flüchtlinge kümmern, „die machen gute Arbeit, da passiert eine Menge im Hintergrund“, betont er.

Aber das sei nur einer von vielen Faktoren, mit denen Eldagsen punkten könne. Bewertet werden im Wettbewerb auch Dinge wie das örtliche Leitbild, Planungskonzepte zur Dorfentwicklung, die Stabilisierung nachhaltiger Dorfstrukturen, kulturelles Leben, bauliche Gestaltung sowie Begrünung und Umweltschutz. „Allein mit unserem Stadtsanierungskonzept decken wir schon viele der Punkte ab“, sagt der Ortsbürgermeister.

Aber auch das starke Wir-Gefühl will der Ortsrat in seiner Präsentation hervorheben. „In unserem Ort läuft so viel über das Ehrenamt“, betont Rohlf. „Sei es das Osterfeuer, das Freibad, die Friedhofspflege, das Schützenfest, das Honigkuchen-Senf-Fest – ich muss aufpassen, dass ich nichts und niemanden vergesse.“ Vor allem die zahlreichen Vereine würden für ein attraktives Dorfleben sorgen.

Ein Motto hat sich der Ortsrat auch schon überlegt: „Eldagsen gestern – heute – morgen“. Auch hier greife wieder das Stadtsanierungskonzept. „Wir können aufzeigen, wie Eldagsen vor den Sanierungen aussah, wie der aktuelle Stand ist und wie es zukünftig aussehen soll“, erklärt der Ortsbürgermeister. Das Motto lasse sich auf alle Lebensbereiche des Dorfes ausweiten, ob nun beim Thema Nahversorgung, bei der Umnutzung leer stehender Gebäude, bei der landwirtschaftlichen Entwicklung oder bei Klimaschutzkonzepten.

Doch bis zur offiziellen Bereisung der Bewertungskommission im Mai muss noch viel passieren. „Wir werden jetzt ein Gremium bilden, in dem der Ortsrat die Federführung übernimmt. Eingeladen sind alle, die mitmachen wollen.“ Innerhalb dieses Gremiums sollen dann Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten gegründet werden. Dass sich Eldagsen immer mit dem Titel „Stadt“ schmückt, es sich aber um einen Dorfwettbewerb handelt, sieht Karl-Heinz Rohlf gelassen. „Für uns ist das eine einmalige Gelegenheit. So eine Chance werden wir so schnell nicht wieder bekommen.“

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