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Wertstoff-Insel an der Springer Schulstraße verschwunden

SPRINGE. Es gibt sicherlich schönere Ecken in Springe: „Man schämt sich, da zu wohnen“, sagt ein Anwohner der Schulstraße, der bislang Tag für Tag auf die Wertstoff-Insel vor seiner Haustür schaute. In der jüngsten Sitzung des Ortsrates bat er die Politiker und die Stadt, etwas gegen den Schandfleck zu unternehmen.

Keine Glasscherben und zerrissene Mülltüten mehr: Die Wertstoff-Insel an der Schulstraße wurde abgebaut. Foto: MISCHER
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Der Zustand mehrerer anderer Wertstoff-Inseln im Stadtgebiet sei nicht besser, meinte der Mann. Ihm sei klar, „dass wir Nutzer uns da alle an unsere Nasen fassen müssen“. Auch am Reinigungsmodus könne aber gedreht werden. Die Insel in der Schulstraße werde zweimal wöchentlich geputzt. Aber: Der Mitarbeiter der beauftragten Firma habe nur 60 Sekunden Zeit fürs Saubermachen: „Der rast wie ein Teufel durch die Gegend.“ Und einen Tag später sehe es dann wieder genauso unschön aus wie vorher.

Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Karsten Kohlmeyer nahm die Beschwerde auf. Die Inseln werden von der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) betrieben, die Probleme seien bekannt: „Wir werden leider nie erreichen, dass es dort immer picobello aussieht. Es sei denn, wir verzichten auf die Inseln…“

Genau das ist jetzt in der Schulstraße passiert – eher zufällig. Wegen der Großbaustelle, die am Mittwoch in der Fünfhausenstraße eröffnet wurde und Umleitungen mit sich bringt, musste der Containerplatz weichen. Dort ist jetzt ein Wende-Bereich. Nur der Altkleider-Behälter steht noch.

Einen Ersatz-Standort für die Wertstoffe gibt es noch nicht. Nach der Bau-Zeit kommt die Insel zurück auf ihren alten Platz – und der Dreck vermutlich auch.mari

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