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Wer wird Springes neuer Bürgermeister?

Springe. Dieses Mal gibt es kein Wenn und Aber: Wer morgen bei der Stichwahl die meisten Stimmen holt ist schon in wenigen Tagen neuer Bürgermeister von Springe. Wer kann mehr Menschen überzeugen: Ralf Burmeister (CDU) oder Christian Springfeld (FDP)?

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VON CHRISTIAN ZETT

Springe. Dieses Mal gibt es kein Wenn und Aber: Wer morgen bei der Stichwahl die meisten Stimmen holt, der gewinnt. Der ist schon in wenigen Tagen neuer Bürgermeister von Springe. Aber erst müssen Ralf Burmeister (CDU) und Christian Springfeld (FDP) morgen noch mal die Wähler von sich überzeugen.

Wer es auch immer wird: Er ist nach seinem Vorgänger Jörg-Roger Hische der zweite Amtsinhaber, der zwei Aufgaben auf sich vereint: Die sogenannte Eingleisigkeit regelt seit 1996 auch in Niedersachsen, dass ein vom Volk gewählter Bürgermeister gleichzeitig die Stadt repräsentiert – und die Mitarbeiter im Rathaus als Verwaltungschef führt.

Ein kurzer, aber intensiver Wahlkampf liegt hinter den Kandidaten: Nach Hisches Tod im Juli war der 17. Januar der gesetzlich spätmöglichste Wahltermin. Vor zwei Wochen setzte sich Burmeister mit 41,4 Prozent klar an die Spitze, gefolgt von Springfeld mit 22 Prozent. Dahinter landeten Uwe Lampe (parteilos) und Volker Gniesmer (SPD). Beide schwenkten danach um – und unterstützen seitdem unter anderem in Anzeigen ihren früheren Rivalen Springfeld. Auch das könnte die morgige Stichwahl noch mal spannender machen, als viele Beobachter zunächst geglaubt hätten.

Entscheidend dürfte auch die Wahlbeteiligung sein: Beide Kandidaten fürchten, im zweiten Durchgang könnten die 44,2 Prozent vom 17. Januar noch mal unterboten werden. Eine Rolle wird dabei spielen, wie sich die Anhänger von Lampe und Springfeld verhalten: Folgen sie der Wahlempfehlung ihrer Kandidaten, schwenken sie um – oder bleiben sie einfach zuhause?

Geöffnet haben die Wahllokale morgen von 8 bis 18 Uhr. Wer wählen will, nutzt dafür den gleichen Wahlschein wie den für den 17. Januar. Ohne Wahlschein braucht man den Personalausweis.

Gegen 18 Uhr wollen beide Kandidaten zuerst ins Rathaus kommen, um dort die Ergebnisse der Auszählung zu verfolgen. Als erstes liegt meist das Ergebnis aus Boitzum vor. Je nach Wahlbeteiligung könnte schon vor 18.30 Uhr der Sieger feststehen. Die FDP trifft sich danach mit Springfeld im Ratskeller in Springe. Burmeister und die CDU versammeln sich im Eldagser Berggarten.

Antreten könnte der neue Bürgermeister sein Amt frühestens Donnerstagabend – wahrscheinlich wird er es aber erst später tun. Am 4. Februar trifft sich um 17 Uhr zunächst der städtische Wahlausschuss im Rathaus auf dem Burghof, um das Ergebnis vom Stichwahl-Sonntag offiziell zu bestätigen.

Danach übermittelt die Stadt einen Brief mit dem Ergebnis und Informationen zum weiteren Vorgehen an den gewählten Kandidaten. Nach der Zustellung des Schreibens hat der Sieger dann eine Woche Zeit, die Wahl anzunehmen – was ebenfalls schriftlich erfolgen muss.

„Theoretisch denkbar wäre, dass wir die Schreiben noch an dem Abend austauschen und der Bürgermeister damit sein Amt offiziell antritt“, sagt der kommissarische Rathauschef Gerd-Dieter Walter.

Wahrscheinlichere Variante aus seiner Sicht: Das ganze läuft auf dem Postweg ab – und Springe bekommt in der Woche ab dem 8. Februar ganz offiziell ein neues Stadtoberhaupt. Vereidigt wird der Bürgermeister erst am Donnerstag, 18. Februar, in der Ratssitzung. Sein Amt antreten darf er aber vorher schon. Dass das überhaupt recht zügig geht, hängt übrigens auch mit den Jobs der beiden Bewerber zusammen: Als Beamte müssen sie beim Wechsel ins Rathaus keine Kündigungsfristen einhalten

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