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Was bringt das Jahr in Bennigsen?

BENNIGSEN. Die Liste ist lang. Wenn Ortsbürgermeister Jörg Niemetz über die anstehenden Projekte im Süllbergort spricht, hat er viel zu berichten. „Wir müssen eine Menge Investitionen tätigen“, sagt der Ortsbürgermeister. Eine davon ist der Neubau der Bennigser Grundschule.

Der Neubau der Bennigser Grundschule ist für Ortsbürgermeister Jörg Niemetz ein wichtiges Projekt. FOTO: BRINKMANN-THIES

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

„Es ist Zeit“, sagt der Ortsbürgermeister. Und fügt mit Blick auf Einwendungen eines einzelnen Ratsherren, die Kosten seien zu hoch, hinzu: „Ich glaube nicht, dass wir das verzögern dürfen“. Allein die sanitären Anlagen in dem Gebäudekomplex seien ziemlich verkommen. Niemetz fordert: „Im Jahr 2018 muss es losgehen“. Zu Beginn der Ferien sollen die Arbeiten beginnen, so die derzeitigen Planungen. Für die Schüler werden dann Container aufgestellt, in denen sie unterrichtet werden.

Eine andere Baustelle ist indes noch nicht ganz abgeschlossen: Die Außenanlagen und Pflasterungen sowie die Umzäunungen für das neu erbaute Feuerwehrhaus fehlen noch, erinnert Niemetz. Darauf hatte auf Bennigsens neuer Ortsbrandmeister Patrick Rokahr auf der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr hingewiesen. Die Stadt müsse der Ortsfeuerwehr ein funktionierendes, fertiggestelltes Feuerwehrhaus zur Verfügung stellen. „Wir müssen mal schauen, was noch alles kommt“, erklärt Ortsbürgermeister Niemetz deshalb mit Blick auf die Querelen um den Neubau. Er sei mittlerweile auf alles gefasst. Eine Einweihung für das Haus sei geplant. Aber erst, wenn alle Arbeiten abgeschlossen seien.

Heiß diskutiert und heftig umstritten sind – insbesondere auch bei der Bürgerinitiative Bennigsen – die geplanten wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge. Beschlossen sei noch nichts, betont Niemetz. Nun soll nach einer Entscheidung des städtischen Rats eine Satzung ausgearbeitet und dann begutachtet werden.

Dann sei abzuwägen, ob die für Springe sinnvoll sei. „Ich denke schon, dass die wiederkehrenden Beiträge ein solidarischer Weg und fair für alle sind“, sagt Niemetz. Und betont: „Ich bin als Ortsbürgermeister für alle Bennigser zuständig“. Auch deshalb hegt er einen Wunsch besonders: „Toll wäre ein Seniorenheim hier im Ort“. Viele Bennigser seien stark verwurzelt in ihrem Wohnort und wollten nicht wegziehen. Ihnen eine Möglichkeit zu schaffen, weiterhin in ihrer Heimat und in ihren sozialen Gefüge leben zu können, liegt Niemetz am Herzen. Doch in Bennigsen – und das sei das nächste Problem – gebe es nicht genug Bauplätze.

Hoffnung macht dem Ortsbürgermeister derzeit der Anruf eines Bennigsers, der private Flächen zur Verfügung stellen wolle. Einzelheiten wollte Niemetz hierzu noch nicht nennen. „Wir sind in jedem Fall weiter auf der Suche nach Baulücken.“ Weitergehen soll es auch beim Thema Freifunk. Niemetz: „Das ist ein Anliegen von mir.“ Denkbar wäre das Angebot in der Sporthalle oder auch im Freibad. Und auch mit Pastor Jonathan Overlach habe er gesprochen, der sich offen gezeigt habe, den Kirchturm zur Verfügung zu stellen. In jedem Fall sollten die Ehrenamtlichen, die sich um das Thema kümmerten, motiviert werden, meint Niemetz. Viel Engagement im Ortsrat Bennigsen habe bereits die Arbeitsgruppe Bauen, Wohnen, Menschen gezeigt, lobte er. Ziel des Ortsrats: Tempo 30 auf Bennigsens Hauptverkehrsadern- zumindest nachts. Die AG habe Fragebögen an alle Anlieger verteilt und großes Feedback bekommen. „Die Bürger fühlen sich ernst genommen vom Ortsrat“, ist sich Niemetz sicher. Und verspricht: „An diesem Thema bleiben wir dran“.

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