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Warum der OHG-Bunker kaum noch eine Zukunft hat

Der Bunker des Otto-Hahn-Gymnasiums. Foto: Archiv/Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

SPRINGE. Die Stunden des Bunkers sind gezählt: Bei der Verwaltung zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der Pavillon am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) keine Zukunft hat. „Es macht keinen Sinn, auch nur einen Euro in den Bunker zu stecken“, sagt jetzt auch Hochbau-Chef Reinhard Borchardt.

Das Problem ist grau und klein: Der Bunker ist nämlich Heimat von zahlreichen Mäusen geworden. Der Fachdienst stelle mittlerweile schon alle zwei Wochen Köder auf, um das Ungeziefer zu bekämpfen. Bislang wurden die Fallen nur alle vier Wochen aufgestellt.

Wie lange die Schädlingsbekämpfung noch andauert, ist unklar – somit ist auch noch offen, wann der Bunker wieder für den Schulbetrieb freigegeben werden kann. Der Pavillon war ohnehin bei dem Bau vor mehreren Jahrzehnten nur als Provisorium gedacht. „Wir können aber nicht von heute auf morgen Container aufstellen“, betont Bürgermeister Christian Springfeld. Auch dafür müssten Baugenehmigungen eingeholt werden, Leitungen verlegt und sanitäre Anlagen geplant werden. „Wenn es so richtig gut läuft, dann gäbe es in einem halben Jahr eine Ersatzlösung“, sagt Springfeld.

Dabei ist der Bunker nicht das einzige Problem der Schule: Auf dem Gelände wurde jetzt ein Container mit einer mobilen Heizzentrale aufgestellt – für den Fall, dass die jetzige Anlage über den Winter ausfallen sollte. Wie die zuständigen Stadtwerke betonen, sei das eine „reine Vorsichtsmaßnahme, da zur Zeit einer der beiden Kessel ausgefallen ist“, teilt ein Sprecher mit. Die in die Jahre gekommene Heizungsanlage solle voraussichtlich im Frühjahr 2018 durch die Stadtwerke modernisiert werden. Eigentlich war die Erneuerung schon in den Osterferien geplant. Doch das Vorhaben habe sich immer weiter verzögert. Die Kosten für die teure mobile Heizzentrale tragen die Stadtwerke. Die Verwaltung hatte mit dem eigenen Tochter-Unternehmen bereits einen Vertrag abgeschlossen. Demnach sollte das OHG als erstes städtisches Gebäude an die Fernwärmenetze angeschlossen werde, sagt Springfeld.

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