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Bürgermeisterwahlkampf: 47-jährige SPD-Politikerin nimmt am Abend erste Hürde

Vorstand spricht sich einstimmig für Jünke aus

Springe (mf). Der Vorstand des SPD-Ortsvereins unterstützt die Kandidatur von Silvia Jünke für das Springer Bürgermeisteramt (NDZ berichtete). In einer nichtöffentlichen Sitzung haben die Mitglieder des Gremiums gestern Abend eine Wahlempfehlung für die 47-jährige Anwältin aus Arnum ausgesprochen.

Silvia Jünke

Die Empfehlung sei einstimmig erfolgt, sagte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Michael Buckup im Anschluss an die Sitzung gegenüber der Neuen Deister-Zeitung. Jünke hatte sich um 20 Uhr im Parteibüro an der Schulstraße den elf anwesenden Vorstandsmitgliedern persönlich vorgestellt. Die Juristin schilderte dabei auf zahlreiche Nachfragen detailliert ihren beruflichen Werdegang und insbesondere ihre kommunalpolitischen Aktivitäten im Rat und SPD-Ortsverein der Gemeinde Hemmingen. Nach kurzer Beratung kam es dann gegen kurz nach 21 Uhr nach Angaben Buckups zur Abstimmung – „mit einem eindeutigen Ergebnis. Sie ist für uns ein Glücksfall“, zeigte sich der Parteivize erleichtert.

Damit hat Jünke die erste Hürde genommen: Sie ist ausdrückliche Wunschkandidatin des Vorstands. Nach dem Willen der Parteiführung soll sie sich nun so schnell wie möglich der Basis in den einzelnen Abteilungen vorstellen, um dann auf einer Mitgliederversammlung für die Wahl am 11. September 2011 offiziell aufgestellt zu werden. Das Prozedere soll spätestens zum Jahresende abgeschlossen sein.

Offen ist, ob sich die beiden bisherigen SPD-Bewerber, Detlef Meine und Heinz Bähre, angesichts der eindeutigen Positionierung des Vorstands noch dem Votum einer Mitgliederversammlung stellen werden. Beobachter rechnen eher damit, dass sie kurzfristig ihren Rückzug erklären werden. Beide galten als nichts mehrheitsfähig.

Silvia Jünke wurde 1962 in Lüthorst bei Einbeck geboren. Nach dem Abitur am Hauswirtschaftlichen Gymnasium der Berufsschule Einbeck studierte sie Jura in Göttingen. Die Mutter von zwei Töchtern ist mit einer eigenen Kanzlei als Rechtsanwältin im Heminger Ortsteil Arnum tätig. Sie bekleidete verschiedene Ämter in der SPD und engagiert sie sich im Förderverein des Arnumer Freibades und als Sprecherin der Bürgerinitiative für den Bau einer B 3-Ortsumgehung.

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