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Hans-Martin Heck hat einst die Stadt gestaltet, jetzt gestaltet er in Springe Kunstwerke

Vom Verkehrsplaner zum freien Künstler

Springe. Hans-Martin Heck wohnt erst seit wenigen Jahren in Springe. Allerdings ist er mit der Verkehrssituation der Deisterstadt schon weitaus länger vertraut. Gemeinsam mit anderen Fachleuten hatte der diplomierte Ingenieur in den achtziger Jahren das Konzept für die Verkehrsberuhigung der Innenstadt in Springe entwickelt. Nun wohnt er selbst hier – und genießt den kurzen Weg zum Marktplatz, wenn dort Frisches aus der Region angeboten wird. Auch wenn der Mann, Jahrgang 1939, inzwischen im Ruhestand ist, so ist seine Leidenschaft für die Fragen von Verkehrsentwicklung und Klimaschutz noch lange nicht erloschen. Seit 20 Jahren gehört er der Stiftung „Heureka“ für Umwelt und Mobilität an und ist Teil des Vorstands dieses Zusammenschlusses von Fachleuten.

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Autor:

von Horst Voigtmann

Die Gründung der Stiftung geht auf das Wirken eines 1975 gegründeten Arbeitskreises zurück, der sich um Entscheidungs- und Optimierungsmethoden im Bereich der Verkehrsplanung kümmerte. Dieser Arbeitskreis lud im Jahre 1983 zu einer Vortragsveranstaltung mit Vorstellung von Hard- und Software ein.

Seit der Zeit wurde dreimal jährlich zu weiteren Fachtagungen eingeladen. Dabei geht es jeweils um theoretische und praktische Grundlagen des Verkehrs, vornehmlich um Entscheidungs- und Optimierungsmethoden. 1995 entschied man sich auf Anregung von Hans-Martin Heck die Stiftung „Heureka“ zu gründen, um einen Förderpreis für besondere Forschungsergebnisse ausloben zu können. Heck, er war zu dieser Zeit im Hauptberuf leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter für Verkehrsplanung und Städtebau an der Uni Hannover, war ab 1995 Vorstandsvorsitzender der Organisation.

Schon in der Schulzeit hatte Heck eine gewisse Leidenschaft für die Malerei bei sich entdeckt, die zunächst von einem Lehrer in Bad Kreuznach, wo er bis zum 13. Lebensjahr die Schulbank drückte, gefördert wurde. Das änderte sich, als sein Vater nach Darmstadt versetzt wurde und dort ein anderer Kunstlehrer dem talentierten Zeichner weniger Aufmerksamkeit widmete. „Dadurch ging mein Interesse auch ein wenig verloren“, erinnert sich Heck. „Erst im Studium habe ich mich dann für ein Angebot an der Universität in Hannover interessiert: Zeichnen und Malen bei Professor Sohns, speziell für angehende Architekten und Bauingenieure.“

Richtig angefangen mit der Malerei hat Hans-Martin Heck vor etwa 15 Jahren.

Im Malstudio hat er später Kurse besucht und zunächst die Aquarelltechnik gelernt, aber auch andere Arten des Malens ausprobieren können.

„Derzeit liegt ein Schwergewicht meiner Malerei auf Porträts und Landschaftsbildern. Aber eigentlich würde ich gern auch nicht-gegenständlich, abstrakt malen“, gesteht Heck. Er greift dafür zur Pastell- oder Ölpastellkreide. Sie hatte er auch während eines Malkurses eingesetzt, von dem er gerade von der Insel Föhr zurückkommen ist. Auch da ging es um Landschaftsmalerei. Einige seiner Versuche zeigen, dass für Heck der Weg zur abstrakten Malerei nicht versperrt ist.

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