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Volksbank will digitale Kompetenzen ausbauen

SPRINGE/HILDESHEIM. „Insgesamt zufriedenstellend“: So beschreibt der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Hildesheim-Lehrte Pattensen die Geschäftsentwicklung und die Ertragslage. Mehr als 200 stimmberechtigte Vertreter hat der Vorstandsvorsitzende der alljährlichen Versammlung in Hildesheim begrüßt.

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Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Durch eine Ausweitung des Kreditgeschäfts um 3,3 Prozent sowie eine Steigerung der Kundeneinlagen um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr habe die Volksbank 2016 ein gutes Ergebnis erreicht, sagte Deneke-Jöhrens. Damit habe sich die Bilanzsumme auf mehr als 2,2 Milliarden Euro erhöht.

„Dennoch gibt es keinen Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Massiv gefordert werde die Volksbank in den nächsten Jahren etwa durch Bereiche wie Digitalisierung, Regulatorik oder auch veränderte Kundenanforderungen. Derzeit spiegele sich ein hohes Sicherheitsbedürfnis der Kunden und Anleger in den Einlagen wider: Sie wuchsen um 59 Millionen Euro. Aber die Phase der niedrigen Zinsen zeige – erwartungsgemäß - Auswirkungen: Der Zinsüberschuss verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 2,4 Millionen Euro. Er beträgt nun 51,2 Millionen Euro.

Hatte die Volksbank im vergangenen Jahr noch eine achtprozentige Dividende aus dem Bilanzgewinn ausschütten können, so stimmten die Vertreter diesmal für eine sechsprozentige Dividende von insgesamt rund 865 000 Euro. Das sei in Anbetracht der Niedrigzinsphase eine ansehnliche Dividende, hatte der Vorstandsvorsitzende zuvor betont.

Zukunftsgerichtet habe die Volksbank begonnen, ein neues Vertriebskonzept umzusetzen. Zudem werde die digitale Kompetenz konsequent ausgebaut.

Wie wichtig das ist, machte ein Gastvortrag von Professor Klemens Skibicki deutlich. Sein Thema: „Die Mobile Social Media Revolution erfasst alle Branchen“.

„Die Digitalisierung ist die neue industrielle Revolution“, meint Skibicki. Was gestern der Wandel von Agrar- auf Industriegesellschaft war, ist heute der Wandel von analog auf digital. Der Einfluss der neuen Medien auf Wirtschaft und Gesellschaft sei immens und unumgänglich. Aus Wertschöpfungsketten würden Wertschöpfungs-Netzwerke. „Unternehmen müssen ihre Kommunikation ändern“, so Skibicki. Kunden der Volksbank seien überall, und könnten in Echtzeit überall erreicht werden. So definiere sich Kundennähe durch die Digitalisierung völlig neu.

Völlig analog mussten die stimmberechtigten Vertreter über die Wiederwahl von vier Aufsichtsratsmitgliedern abstimmen, die turnusmäßig ausschieden. Neben Almuth Gellermann und Bärbel Kandelhardt gab es auch für Karl-Heinrich Rohlf aus Eldagsen und Stefan Rust aus Springe ein einstimmiges Votum. „Ich bin jetzt seit 23 Jahren dabei“, sagt Rohlf. Und freute sich auf drei weitere Jahre. Für Stefan Rust beginnt die zweite Amtszeit im Aufsichtsrat. Unter den Gästen der Versammlung war auch Ortsbürgermeister Heinrich Freimann.

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