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Unter den Tannen: Bau- und Planungsausschuss und Ortsrat stimmen für „Variante 4“

Verwaltung setzt sich gegen Anwohner durch

Springe (zett). So war das nicht vereinbart: Einstimmig beschlossen der Ortsrat Springe und der Bau- und Planungsausschuss gestern die von der Stadt favorisierte Erschließungsvariante für das Baugebiet „Unter den Tannen“. Dabei hatte CDU-Fraktionschef Wilfried Baxmann angekündigt, die Christdemokraten würden sich auf die Seite der Anwohner schlagen.


Letztere hatten eine eigene Variante – die insgesamt fünfte – ins Spiel gebracht, mit der sie die Politiker gestern Abend aber nicht überzeugen konnten. Danach sollte das Neubaugebiet über die Grundstücke der Bau-Investoren erschlossen werden, um die Kosten für die Anlieger möglichst gering zu halten – eine Argumentation, der sich die CDU-Vertreter laut Baxmann in der Fraktionssitzung am Montagabend mehrheitlich angeschlossen hatten.

Gestern Abend lauschten die Politiker und die etwa 30 erschienenen Anwohner zunächst den Erläuterungen von Georg Seibert vom ausführenden Architekturbüro aus Hameln. Er erklärte im Namen der Verwaltung den bisherigen Planungsprozess für das Baugebiet – inklusive der Variante Nummer 4, für die sich Ausschuss und Ortsrat letztendlich aussprachen: Demnach soll die Erschließung des Gebietes „Unter den Tannen“ hauptsächlich über die bereits vorhandene städtische Wegparzelle erfolgen, die entsprechend ausgebaut werden müsste.

Baudezernat weist Bedenken zurück

Für diese Variante spreche der minimale Aufwand für die öffentliche Hand genauso wie die geringe zusätzliche Verkehrsbelastung der Straße „Unter den Tannen“, erklärte Seibert. Außerdem müsse die Bushaltestelle an der Straße „Zum Ebersberg“ so nicht verlegt werden: „Die würde andernfalls ein Stück nach Osten wandern“, so Seibert, der sich auch bemühte, weitere Sorgen der Anwohner zu zerstreuen. Die hatten beispielsweise befürchtet, das Gelände am Hang des Deisters könne nicht für eine Bebauung geeignet sein; an einigen vorhandenen Häusern seien bereits Risse entstanden.

Beim Baudezernat seien solche Probleme bisher nicht bekannt, teilte Seibert mit – und forderte betroffene Anwohner auf, sich zu melden. Auch einen neuen Spielplatz, den die Anlieger von der „familienfreundlichen Stadt Springe“ gefordert hatten, lehnt die Verwaltung ab.

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