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Landesstraße 421 zwischen Springe und Bad Münder soll spätestens 2010 komplett saniert werden

Verkehrsbehörde schließt Sperrung nicht aus

Springe (mf). Sie zählt zu den holprigsten Landesstraßen Niedersachsens – die L 421 zwischen Springe und Bad Münder. Falls sich der Fahrbahnzustand weiter derart dramatisch verschlechtert, wird eine Sperrung nicht mehr ausgeschlossen. Doch es gibt Hoffnung: Spätestens im nächsten Jahr soll die Sanierung des 3,6 Kilometer langen Straßenabschnitts beginnen.

Die Fahrbahndecke der L 421 ist derart beschädigt, dass an viele

„Man kann den Zustand der Straße gar nicht mehr schlechter reden als er tatsächlich ist“, räumt Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, ein. Vor wenigen Tagen haben die Straßenwächter auf etwa der Hälfte der Strecke ein Tempolimit von 50 beziehungsweise 70 Stundenkilometer verhängt. Die vor Straßenschäden warnenden Schilder hätten allein nicht mehr ausgereicht, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, sagt Brockmann.

Gefahrenpunkt Eisenbahnbrücke

Die zurückliegende Frostperiode hat der seit Jahren ohnehin schon sehr schlechten Fahrbahndecke noch weiter zugesetzt. Tiefe Risse und riesige Krater im Asphalt machen nicht nur Stoßdämpfern zu schaffen, sondern bergen auch das Risiko eines ungewollten „Abflugs“.

Besonders dramatisch ist die Situation im Bereich der Dahler Eisenbahnbrücke. Bei einer genaueren Untersuchung wurden hier schwerwiegende Schäden festgestellt. Erforderlich ist laut Brockmann eine Tiefensanierung. Bis zu 80 Zentimeter des Untergrunds müssten abgetragen und eine komplett neue Frostschutzschicht aufgebracht werden. An anderen Stellen reiche es aber aus, die Bitumendecke zu erneuern.

Die Sanierung soll so schnell wie möglich in Angriff genommen werden, verspricht Brockmann. Er habe die Maßnahme im Verkehrsministerium als besonders eilbedürftig angemeldet. Mit etwas Glück könne es noch in diesem Jahr losgehen. Ansonsten solle die Ausschreibung so vorbereitet werden, dass im Frühjahr 2010 Baubeginn ist.

Fraglich scheint indes, ob die L 421 noch so lange uneingeschränkt genutzt werden kann. „Wenn wir die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht mehr gewährleisten können, sind weitere Maßnahmen denkbar – bis hin zu einer kompletten Sperrung“, sagt Brockmann. Der Verkehr müsste dann über die B 217 durch Hachmühlen umgeleitet werden. Möglicherweise lasse sich ein Nutzungsverbot auch auf den Schwerlastverkehr beschränken. Brockmann hofft aber, dass sich die Situation wieder etwas entschärft, wenn der letzte Frost aus dem Boden gewichen ist.

Als wichtige Verbindung zwischen den Bundesstraßen 217 und 442 unterliegt die L 421 einer besonders hohen Beanspruchung. Das Verkehrsaufkommen bewegt sich zwischen 8000 und 10 000 Fahrzeugen am Tag. Etwa die Hälfte der Strecke liegt auf dem Gebiet der Region Hannover, die andere Hälfte im Landkreis Hameln-Pyrmont.

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