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Verein schmiedet Pläne für Städtepartnerschaft

SPRINGE. Boris Dabberts Schlusssatz wird mit besonders langem Applaus bedacht: „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!“: Der Besuch der Delegation aus dem französischen Niort in Springe soll die Initialzündung für eine Wiederbelebung der Partnerschaft zwischen beiden Städten sein.

Der Eintrag ins Goldene Buch gehörte für die Gäste aus Niort gestern zum Besuchs-Ritual. FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Zwar gibt es die Städtepartnerschaft zwischen Springe und Niort bereits seit 1979. Der letzte Besuch von Franzosen am Deister liegt allerdings bereits dreieinhalb Jahre zurück, weiß Heinz Bähre, Vorsitzender des Vereins Allemagniort, der sich genau das zur Aufgabe gemacht hat: die Wiederbelebung der Freundschaft. Der Besuch von 16 Niortern in Springe in dieser Woche soll dazu nur der Auftakt sein.

„Wir planen bereits einen weiteren Besuch im kommenden Jahr“, sagt Bähre, der auch weitere Pläne für die Partnerschaft geschmiedet hat. Boris Dabbert, pensionierter Lehrer des Lycée Paul Guérin, eines Gymnasiums in Frankreich, wünscht sich, dass es wieder einen Schüleraustausch zwischen Niort und Springe gibt.

„Den gab es länger als 30 Jahre regelmäßig“, erinnert sich der Pädagoge, der die Zusammenkünfte der Schüler stets mitorganisiert hat. Nun ist Dabbert in Pension – und seit 2009 gab es keinen Schüleraustausch mehr. Das soll sich, geht es nach ihm, ändern: „Ich glaube, dass die Organisation für Eltern und Lehrer mit großen Hürden verbunden ist.“

Immerhin sei die Organisation von Besuch und Gegenbesuch mit einer Menge Arbeit und die Aufnahme von jungen Schülern mit Verantwortung verbunden. Dabbert glaubt aber, dass sich die Tradition wieder etablieren lässt – wenn Pioniere bei Eltern und Lehrern sie wieder auf den Weg bringen.

Bürgermeister Christian Springfeld lobte den Vorstoß des Gastes aus Frankreich: „Das Aufleben der Städtepartnerschaft wäre mir auch eine Herzensangelegenheit“, betonte das Stadtoberhaupt – und bot zugleich Hilfe an. „Was wir als Stadt dazu beitragen können, werden wir tun.“ Das Problem, wenn man das denn so nennen möchte: Tatsächlich gibt es am OHG ein Schüleraustauschprogramm mit Frankreich – allerdings nicht mit der Partnerstadt, sondern mit den en Gymnasien Bristol und Jules Ferry in Cannes. Zwar finden sich auf der OHG-Seite auch noch Hinweise auf die Niort- Austauschprogramme, die liegen aber schon länger aus Eis. Bis auf Weiteres.

Nach dem Empfang im Museum trugen sich die Besucher aus Frankreich, die allesamt Mitglieder im Verein Allemagniort sind, ins Goldene Buch der Stadt ein.

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