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Vatertag: Mit der Polizei im Deister unterwegs

Betrunkene, Randale und Pöbeleien? Oder ist das nur ein Vatertagsklischee? Wir waren heute mit der Polizei unterwegs.

Himmelfahrt Springe 25052017 K2 (01)

Von Bernhard Herrmann

Springe. Einen Funkstreifenwagen des Polizeikommissariats Springe besetzen am Himmelfahrtstag Polizeioberkommissar Renè Guder und Polizeikommissarin Vivien Weilbier. Die Springer Beamten sind neben der etwa 160 Quadratkilometer großen Stadt Springe mit 12 Ortsteilen und dem Waldgebiet im Deister auch für das etwa halb so große Stadtgebiet von Pattensen zuständig.

Bei bedecktem Himmel und noch etwas frischen Temperaturen beginnen der 41-jährige Fahrer und die 22-jährige Beifahrerin die Streifenfahrt am Vormittag an der Dienststelle und werden bis 20 Uhr unterwegs sein. Zunächst sind im Stadtgebiet noch wenige Ausflügler Richtung Deister unterwegs. In einem Zeltlager am Stadtrand sitzen diverse Jugendliche beim Frühstück.

Die Lage- und Führungszentrale (LFZ) bei der Polizeidirektion Hannover sieht den Standort des modernen Funkstreifenwagens über ein GPS-System metergenau auf einer elektronischen Landkarte. Im Digitalfunk der Polizei laufen nur wenige Funkgespräche. Die Lage in der gesamten Region wird am Feiertag bis gegen Mittag ruhig bleiben.

Die Besatzung fährt die etwa drei Kilometer lange Strecke bergauf zum Annaturm. Dort sind am Vormittag erst etwa eine handvoll Gäste eingekehrt. Anschließend geht es zurück nach Springe. Wanderer grüßen freundlich in den Funkstreifenwagen hinein und die Besatzung winkt zurück. „Wir sind heute speziell für die Prävention zuständig und schauen ob es allen Bürgern gut geht“, sagt Guder.

Um 13.49 Uhr erhält die Besatzung von einem Disponenten im LFZ den Auftrag in die Wolfstalstraße zu einem Bolzplatz zu fahren, weil ein Anwohner eine Ruhestörung in der Mittagszeit gemeldet hat. Als die Beamten dort eintreffen, spielen etwa ein Dutzend Erwachsene und Kinder auf dem eingezäunten Sandplatz Fußball. Gerade fiel ein Tor und lauter Jubel schallt durch die Grünanlage. Weil aber laut einem großen Schild zwischen 12 und 15 Uhr Ruhe herrschen muss, unterbrachen die Beamten das Spiel und holten die Mannschaften zur Unterweisung zu sich. Diese zeigten Verständnis und machten sogleich bis 15 Uhr Pause. Dann suchten die Beamten der Anrufer auf, der damit zufrieden gestellt wurde.

Dann ging die Streifenfahrt wieder Richtung Annaturm. Nach dem die Sonne gegen Mittag herauskam, waren die Wege mit Ausflüglern jeden Alters belegt, die es zu Fuß, mit Mountainbikes und mit Bollerwagen in den Deister zogen. Insgesamt zählten die Beamten etwa zwei Dutzend Gruppen, die alle friedlich feierten. Auch der Garten des Restaurants am Annaturm war gegen 14 Uhr komplett mit Gästen belegt, sodass eine große Gruppe bereits davor feierte.

Auf der Rückfahrt nach Springe machten Guder und Weilbier halt an einem Rastplatz an dem drei Gruppen zu Mittag aßen. Eine Herrenpartie aus Egestorf lud die Beamten gleich zur Brotzeit mit Bier ein, was die Beamten aber mit dem Hinweis auf den Polizeidienst höflich ablehnten.

Als die Beamten den Rand des Deisters erreicht hatten, kam über Funk ein neuer Einsatz zu einer Alarmauslösung in einem Supermarkt an der Hamelner Straße. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr der Oberkommissar zügig zum Einsatzort, weil möglicherweise auch Einbrecher dort ihr Unwesen treiben könnten. Als die Beamten nach wenigen Minuten vor Ort waren, war weder ein optischer noch ein akustischer Alarm wahrzunehmen und das Gebäude war rundherum verschlossen. Die Polizeizentrale verständigte einen Verantwortlichen für das Gebäude und die Besatzung des Funkstreifenwagens konnte zu einer ersten Pause ins Polizeikommissariat Springe fahren. Außer mehreren Ruhestörungen blieb es in Springe laut Polizei bis zum frühen Abend friedlich.
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