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Ausschuss diskutiert, ob sich Springe zusätzliches Personal leisten kann / CDU strikt dagegen

Umstritten: die Stelle des Klimaschutzmanagers

Springe (ric). Der Umweltausschuss hat gestern Abend lange über das lokale Klimaschutz-Aktionsprogramm diskutiert – und darüber, ob sich Springe einen Klimaschutzmanager leisten sollte. Eine Personalie, die von der CDU angesichts der Haushaltslage entschieden abgelehnt wird.


„Die Stadt ist kein gesunder Betrieb“, sagte Anette Henkels für die Christdemokraten im Hinblick auf den Schuldenberg von fast 25 Millionen Euro. Und wie jedes marode Unternehmen müsse sich Springe auf seine Kernaufgaben konzentrieren und eher Stellen abbauen als neue schaffen. Unterstützung gab es daher für keinen der Beschlussvorschläge, die der Erste Stadtrat Hermann Aden formulierte – weder für eine ganze Stelle, noch für eine halbe, die nach Abzug von Zuschüssen die Stadt maximal 15 000 Euro im Jahr koste.

Dennoch: Die Mehrheit aus insgesamt fünf Mitgliedern der SPD und der Grünen setzte sich durch, empfiehlt nun dem Rat, eine halbe Stelle vorzusehen und dabei vielleicht mit einer Nachbarkommune zusammenzuarbeiten. Mehrmals betonte Aden, dass es die Verwaltung aus Bordmitteln nicht schaffen würde, den Job des Klimaschutzmanagers zu übernehmen. „Wir sind am Limit, weil wir an vielen Stellen Personal abgebaut haben.“ So würde sich auch das Umweltamt mit eineinhalb Stellen nach intensiver Beschäftigung mit dem Aktionsprogramm wieder um Kernaufgaben kümmern müssen. Elke Thielmann-Dittert (Grüne) sprach deutlich dafür aus, eine Fachkraft ins Boot zu holen, die als zentraler Ansprechpartner sämtliche Aktivitäten bündelt. Sie erinnerte an die Diskussion zur Einstellung einer Stadtmanagerin: Ein ähnlich positiver Effekt sei vorstellbar. Der Klimaschutzmanager soll in erster Linie Prozesse koordinieren, Arbeitsaufträge gestalten und Partner an einen Tisch bringen. „Wir stehen in der Verantwortung und können eine Situation schaffen, wie es in anderen Kommunen nicht möglich sein wird“, machte Thielmann-Dittert deutlich. Denn in Springe werde mehr Energie produziert als verbraucht. Und: „Wir haben riesigen Nachholbedarf bei der Altbau-Sanierung – auch bei städtischen Häusern.“

Inhaltlich wollen sich nun die Fraktionen Schwerpunkte des Programmes heraussuchen. Die Ziele des Paketes sollen in jedem Fall am 16. Dezember im Rat verabschiedet werden – als gesonderter Tagesordnungspunkt zur Stelle des Klimaschutzmanagers.

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