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Uli Stein über seine Beziehungen zum Deister

Uli Stein wurde in Hannover geboren und hat sich deutschlandweit einen Namen als Comiczeichner gemacht.

Herr Stein, in Ihren Comics spielen Menschen, Mäuse, Katzen und sogar Pinguine die Hauptrollen. Wann kommen denn die Saupark-Säue aufs Papier?

ULI STEIN: Schweine sind ein großer Bestandteil meiner Tiercartoons und nie zu kurz gekommen.

Welches Tier ist Ihnen in Ihren Comics am liebsten?

Meine Maus.

In der Ausstellung im Jagdschloss geht es ja um Hunde. Warum haben Sie sich so intensiv mit Ihnen beschäftigt?

Mein erstes Buch im Lappan-Verlag war „Ach du dicker Hund!“ mit Hundecartoons. Ich liebe Hunde über alles und sie haben auch in allen nachfolgenden Jahren immer eine ganz große Rolle in meinem Artwork gespielt.

In den gezeigten Comics werden lustige und unterhaltsame, manchmal freche Szenen aus dem Hundehalterleben erzählt. Erlebt man mit Hund mehr als ohne?

Absolut. Ich selbst habe zur Zeit zwar keinen eigenen Hund, aber meine wunderbare Assistentin.

Sie meinen die Assistentin aus ihrem Notizbuch-Blog im Internet?

Genau, bei ulistein.de, den Lesern dürfte sie bestens vertraut sein, also meine wA bringt jeden Tag ihre Bulldogge mit zur Arbeit und mit der Hundedame ist es Freude und Spaß rund um den Tag.

Apropos Hunde: Ihre Comics sind bekannt für ihren bissigen Humor. Pflegen Sie den als Privatmensch auch? Oder halten Sie sich da eher dezent zurück mit Witzen?

Ich bin kein großer Witze-Erzähler. Mit bösen und garstigen Kommentaren wiederum halte ich nicht hinter dem Berg.

Apropos Berg: In der Schau am Deister werden ja auch großformatige Hundefotografien gezeigt. Dafür haben sie die Tiere über drei Jahre immer wieder fotografiert. Welches Tier ist Ihnen dabei besonders ans Herz gewachsen?

Alle waren toll, jeder mit seiner vierbeinigen Persönlichkeit war etwas ganz Besonderes, egal ob es ein 900 Gramm Zwergpudelwelpe oder ein 80 Kilo Mastiff war. Auch jedes Shooting war immer eine große Freude und ich hab mich mit jedem Vierbeiner verstanden.

Was fasziniert sie mehr: Zeichnen oder die Fotografie?

Jedes ist eine wunderbare Welt für sich. Ich bin happy, dass ich in beiden arbeiten kann.

In Deutschland ist es ja oft so, dass Künstler gern in eine Schublade gesteckt werden. Wie sind die öffentlichen Reaktionen darauf, dass Sie zwischen den verschiedenen Genres hin und herschalten?

Ich hab ja immer drei Dinge parallel gemacht: Schreiben, Fotografieren und Zeichnen: Die meisten meiner Bücher im Lappan-Verlag sind ja auch keine reinen Cartoonbücher, sondern eine Mischung aus Text, Fotos, Cartoons. Über die Jahre haben sich die drei Bereiche immer mal wieder unterschiedlich gewichtet und zur Zeit liegt unser Schwerpunkt ein bisschen mehr auf Fotografie. Passt schon.

Hat der Deister eine besondere Bedeutung für Sie?

Ich freue mich immer, wenn ich in die schöne Gegend komme. Ein guter Freund, der weltbeste Porträtmaler, Sebastian Krüger, lebt in Springe – ich besuche ihn zu selten. Bernd Schönebaum, mein Ausstellungsmanager, wohnt auch hier. Ihm haben wir die Ausstellung im Jagdschloss zu verdanken, auf die ich mich sehr freue, auch wenn ich zur Eröffnung nicht anwesend sein kann. Aber dann kommt ja meine Signierstunde.

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