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Altbürgermeister will die Springer Schützenfest-Organisatoren zum Zusammenschluss bewegen

Trotte nimmt sich ein Beispiel an Eldagsen

Springe (mari/zett). Um ein langfristiges Aus für das Springer Schützenfest zu verhindern, fordert Alt-Ortsbürgermeister Jürgen Trotte die fünf ausrichtenden Vereine zur stärken Zusammenarbeit auf. „Wir brauchen ein Organisationskomitee mit Vertretern aller Vereine, ähnlich dem Schützenrat in Eldagsen“, sagt er.

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„Wenn das Schützenfest weiterhin Zulauf und Bestand haben soll, dann geht das nur gemeinsam“, ist Trotte überzeugt. Er habe den Vorschlag den Ausrichtern bereits vor einigen Jahren unterbreitet, damals jedoch nicht nur Zustimmung geerntet. Nun sei es Zeit für einen erneuten Anlauf.

Die Schützengilde, die das Fest in diesem Jahr auf die Beine gestellt hat, befürwortet die Idee. „In allen Vereinen geht schließlich die Manpower zurück“, sagt Gilde-Sprecherin Katrin Kalusche. Zwar müsse bei einem Komitee jeder Verein in jedem Jahr Aufgaben übernehmen, „dafür wären die dann aber auf viele Schultern verteilt.“

Das gelte dann logischerweise auch für Gewinne und Verluste, meint Trotte. Kalusche könnte sich ebenso eine gemeinsame Kasse vorstellen: Hat sich ausreichend Geld angehäuft, könnte das vollständig in die Verbesserung der Feier investiert werden.

Die Organisation des ältesten Springer Traditionsfestes teilen sich die Schützengilde, der Jagdklub, das Jägercorps, der Spielmannszug und die Feuerwehr, die von allen Partnern die meisten Mitglieder und Aktiven aufbieten kann.

Im kommenden Jahr ist das Spielmanns- und Hörnerkorps an der Reihe. Die Vorsitzende Christa Heinzel steht der Gründung eines Komitees ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. Sie glaubt allerdings, dass die Zeit dafür „vielleicht noch nicht reif genug ist“. Kalusche geht einen Schritt weiter: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, kann das Fest in fünf bis zehn Jahren eventuell keiner mehr alleine wuppen.“

Trotte betrachtet die Entwicklung seit Jahren mit Sorge. Der Standort Harmsmühlenstraße sei nicht ideal, die Resonanz auf die Zeltfeste auf dem Burghof war erheblich besser. Deshalb bedauere er den damaligen Rechtsstreit mit den Anwohnern nach wie vor. Für eine Rückkehr ins Zentrum sehe er aber langfristig keine Chance. Für den Sozialdemokraten war die damalige Auseinandersetzung symptomatisch für die gesellschaftliche Entwicklung: „Es ist heute leider weit verbreitet zu sagen: Nicht vor meiner Haustür.“

Vielleicht habe sich die Veranstaltung auch überlebt. Früher sei das viertägige Spektakel der Höhepunkt des Jahres gewesen: „Da hat man lange drauf gespart und dann auch richtig Geld ausgegeben.“ Heute gebe es an fast jedem Wochenende in Springe oder der Umgebung vergleichbare Angebote.

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