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Wenige Tage vor der spektakulären Flucht von „Sören“: Vierjähriges Muttertier tot im Wisentgehege aufgefunden

Trauer um zweites Tier – liegt ein Fluch auf den Elchen?

Springe (mf). Die Elchzucht des Wisentgeheges – sie steht derzeit unter keinem guten Stern. Der am Sonnabend auf der Flucht erschossene Jungbulle „Sören“ (NDZ berichtete) ist nicht der einzige Verlust. Erst vor einer Woche starb eine Elchkuh auf mysteriöse Weise.

Elch „Sören“ auf seiner Flucht in einem Eldagser Gar

Pfleger fanden das nur vier Jahre alte Tier am vorletzten Sonntag leblos im Gehege. Woran die bis dahin als sehr robust und gesund geltende Elchkuh so plötzlich gestorben ist, ließ sich bisher nicht klären. „Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen hatte bereits die Verwesung eingesetzt. Wir konnten deshalb keine Sektion an der Tierärztlichen Hochschule mehr vornehmen lassen“, bedauert Gehege-Leiter Thomas Hennig, der sich derzeit zu einer Fachtagung in Ungarn aufhält. Seit Dienstag bemühen sich Mitarbeiter des Wisentgeheges nun, zwei verwaiste Kälber mit der Flasche aufzuziehen.

Einen Zusammenhang zwischen dem Tod der Elchkuh und dem Ausbruch von „Sören“ schließt Hennig aus. Dafür gebe es überhaupt keine Anhaltspunkte. „Sören“ hätte eigentlich im Herbst in den Wildpark Schorfheide bei Berlin gebracht werden sollen – im Tausch gegen ein anderes Tier. „Wir haben augenblicklich großes Pech“, sagt Hennig traurig.

Das Wisentgehege hatte bereits vor einigen Wochen damit begonnen, den Zaun um das Elchgehege zu erneuern. Nach der Flucht von „Sören“ werde nun überlegt, zusätzlich einen Elektrozaun zu installieren, so Hennig. Einen Ausbruch könne aber auch das nicht in jedem Fall verhindern. Der getötete Elchbulle wurde inzwischen in eine Abdeckerei gebracht. Das Tier hatte einen Wert von rund 3000 Euro.

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