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Ausschuss behandelt 32 Beschwerden

Stromfresser, Trinkgelage und ein Geisterhaus

Springe (ric). Das unbewohnte Haus macht den Nachbarn Angst. Und auch CDU-Ratsherr Klaus-Dieter Nold glaubt, dass es „Leute anzieht, die dort nachts ihr Unwesen treiben“. Im Anregungs- und Beschwerdeausschuss (ABA) kamen viele Themen auf den Tisch – und so wurde auch über die Immobilie am Deisterpfortenweg diskutiert.

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Der Besitzer kümmere sich nicht sonderlich um den Zustand des Hauses, beklagt ein Nachbar. So sei bereits der Gehweg von wild wuchernden Pflanzen aus dem Garten belagert, bis vor Kurzem habe das Unkraut sogar in der Gosse schon einen Meter hoch gestanden, bis es endlich gemäht wurde. „Dabei gibt es Kaufinteressenten“, wundert sich der Anlieger, der von zwei Einbrüchen berichtet, bei denen schon Kupferleitungen aus dem Haus gestohlen worden seien sollen. Die Stadt kündigte an, den Gehweg zu säubern – notfalls auf Kosten des Eigentümers.

l Zu den neuen Beschwerden gehören auch zwei Punkte, die sich um den Alten Friedhof an der Völksener Straße drehen: So geht es um das Kriegerdenkmal für die zwischen 1914 und 1918 Gefallenen. Der Zustand des Bauwerks sei schlecht, heißt es. Die Friedhofskommission wird sich der Sache annehmen. Zudem seien dort vermehrt Trinkgelage von Jugendlichen zu beobachten – hier soll sich die Stadtjugendpflege kümmern. Auf dem Neuen Friedhof indes wird eine dauerhaft zugängliche Toilette gewünscht.

l Ein alter Wunsch ist die Nahverkehrsanbindung von der Innenstadt zur Osttangente. Einige Senioren plädieren für eine Buslinie, die sie vom Alten Rathaus zum Einkaufen bringt. Gerd Gennat aus dem Tiefbauamt glaubt nicht, dass Regiobus diesem Wunsch nachkommt: Er weist darauf hin, dass die Linie 302 zwei Jahre lang getestet wurde – das Fahrgastaufkommen lag bei zehn Personen am Tag, sei also völlig unrentabel gewesen. Wohl aber hofft die Verwaltung, den östlichen Teil Springes im Zuge eines neuen Nahverkehrsplans „irgendwie mit anzuschließen“.

l Fahrbahnschäden an der Friedrichstraße, dem Grasweg und der Bahnhofstraße sind den Tiefbauern durchaus bekannt. Sie sollen laut Plan in diesem Jahr noch behoben werden – wenngleich kaum Personal dafür vorhanden sei.

l Überprüft werden soll die Beleuchtung an der Bushaltestelle Eldagsen/Wallstraße – ein Bürger beschwerte sich über mangelndes Licht. Zu hell ist es einem anderen in der Parkpalette am Springer Nordwall: Dass dort rund um die Uhr Licht brennt, sei „Stromverschwendung“.

l Dicke Luft beim Wochenmarkt: Ein Ehepaar aus der Kernstadt schlägt vor, den Bereich Zum Niederntor ab Bohnstraße am Freitagvormittag für den Verkehr zu sperren – dort würde es sich ständig stauen. „Vor lauter Abgasen kaufen wir an der Ecke schon kein Gemüse mehr.“

l Ein Bürger will den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Bennigsen aus Kostengründen verhindern. Die Stadt solle Alternativen prüfen, etwa ein Tor vergrößern, wenn das neue Löschfahrzeug nicht mehr durch die Garagenzufahrt passt. „Bautechnisch ist das nicht umsetzbar“, entgegnet Klaus-Dieter Nold. Es sei allerdings auch politisch diskutiert worden, sich den Neubau an der Horstfeldstraße zu sparen.

l Als kriminell und gefährlich bezeichnen Anlieger eine neue Garage auf ihrem Gemeinschaftshof an der Straße In der Worth. Die Stadt hatte die Baugenehmigung erteilt – jetzt seien allerdings Kinder an der unübersichtlichen Ecke gefährdet. Es soll jetzt eine Ortsbesichtigung geben. Eine Lösung wäre, gegenüberliegend ein Parkverbot zu verhängen und einen Spiegel anzubringen.

l Ein junger Mann aus der Friedrichstraße ist besorgt über zunehmenden Schwerlastverkehr vor seiner Haustür. Immer mehr Lkw würden die Straße als Abkürzung zum Fachmarktcenter an der Osttangente nutzen und so den Kreisel umgehen. „Morgens um 4 Uhr geht das los – und auch Autos rasen dort entlang.“ Das Thema soll im Ortsrat behandelt werden.

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