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40 Flötenschüler von heute und damals begeistern in St. Alexandri / Erlös für das Afrika-Projekt

Steinfelders ganz große kleine Nachtmusik

Eldagsen (ric). Zum Finale durften auch die Mamas und Papas noch einmal die Blockflöten auspacken: Vor großer Kulisse in der nahezu voll besetzten St.-Alexandri-Kirche spielten am Sonntagabend ehemalige und aktuelle Schüler von Uta Steinfelder ein fantastisches Konzert – wie immer für den guten Zweck.

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Den Auftakt lieferte ein Stück von Mozart: Das Ave verum erschallte von der Empore des historischen Sakralgebäudes. Danach formierten sich die 40 Schüler Steinfelders im Altarraum. Einige von ihnen waren eigens für den traditionellen Auftritt wieder in die Gehlenbachstadt gekommen – auch, um ihrer früheren Mentorin die Ehre zu erweisen. Schließlich hatte die heute 71-Jährige die Stadt damals um ein Angebot bereichert, das dort ihresgleichen suchte. Uta Steinfelder prägt Generationen. Ihre Schüler lernten das Spiel auf Sopranino-, Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass- und Querflöten.

Einer der früheren Schüler hat inzwischen selbst eine beeindruckende Karriere hingelegt: Matthias Meusel, der schon als Drummer mit Roger Cicero auftrat, schickt inzwischen sei eigenes Kind in den Unterricht Steinfelders. Und er selbst spielte dann auch beim Abendlied mit.

Erstmals wurden keine Programmzettel ausgelegt, Jessica Bähre übernahm stattdessen die Moderation. Sie führte durch eine Konzertfolge, die einen weiten Bogen vom Barock bis zum 20. Jahrhundert spannte. Werke großer Komponisten erklangen: neben Mozart auch Telemann, Loeillet und Humperdincks Vorspiel aus Hänsel und Gretel. Den ersten Höhepunkt – und da wurde das begeisterte Publikum aufgefordert, zwischen den Sätzen nicht zu applaudieren – lieferten Teile der berühmten Kindersymphonie. Das Werk wurde lange Joseph Haydn oder seinem Bruder Michael zugeschrieben, stammt wahrscheinlicher aber aus der Feder des Tiroler Benediktinerpaters Edmund Angerer (1740-1794).

Feierlich und besinnlich wurde es bei den 21 Programmpunkten immer wieder: Selbstverständlich auch, als vier Sätze aus Mozarts kleiner Nachtmusik erklangen. Gerade dort machte sich die „gute Schule“ Steinfelders bemerkbar: Perfekt aufeinander abgestimmt saß jeder Ton. Großen Anteil am Gelingen hatte auch Kirchenmusikerin Annegret Martin. Die Boitzumerin begleitete zahlreiche Soli dezent an der Orgel. Inken, Linus und Paul Steinfelder zeichneten für das Schlagwerk verantwortlich.

Die Kollekte – im vergangenen Jahr 1000 Euro – wird auch jetzt wieder komplett für das Tansania-Projekt der Gemeinde verwendet.

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