weather-image
17°
SPD und Grüne laden zu Rundgang und Diskussion ein / „Lernmilieu hilft Stärkeren und Schwächeren“

Standort Realschule überzeugt IGS-Befürworter

Springe (ric). Ein geteiltes Echo habe sie hervorgerufen, die Elterninfoveranstaltung der Stadt, meint Thomas Hüper-Maus. Der Grünen-Politiker hat festgestellt: „Viele fühlen sich jetzt in Sachen IGS verunsichert.“ Zusammen mit der SPD wollten die Grünen das Thema Gesamtschule am Mittwochabend anders angehen – und haben wie erwartet kräftig die Werbetrommel gerührt.

Jutta Brenneke (v.r.) führt Frauke Heiligenstadt, Ina Korter, Klaus Smollich und Dennis Allerkamp durch die Realschul-Räume. Fot

Ein bisschen sah sich Ina Korter in Zeitdruck. Die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag war zusammen mit ihrem SPD-Pendant Frauke Heiligenstadt nach Springe gereist, um die Eltern zum einen von dem pädagogischen Konzept einer IGS zu überzeugen, zum anderen, um vor der Oberschule zu warnen, die am Dienstag im Landtag beschlossen werden soll. „Mit Gesamtschulen gibt es seit 40 Jahren positive Erfahrungen, bei einer Oberschule gibt es überhaupt keine“, machte Korter deutlich.

Befürchtungen, das hiesige Gymnasium könnte unter der „Konkurrenz“ einer IGS leiden, hegen die Schulexpertinnen nicht. Eine Oberstufe sei bei der neuen Schule in Springe im Moment noch gar kein Thema. Erst in ein paar Jahren bekäme das OHG Konkurrenz – „uns zwar eine, von der beide Seiten profitieren werden“, meint Korter. Schließlich würden 40 Prozent aller auf Gymnasien eingeschulten Kinder dort das Abitur nicht schaffen. „Bei einer IGS wird nicht selektiert, im Gegenteil: Das Lernmilieu gibt Schwächeren Anreize, Stärkere wachsen durch den Gewinn sozialer Kompetenzen“, sagte Heiligenstadt.

Die knapp 100 Interessierten machten sich im Vorfeld der Infoveranstaltung ein Bild von den Räumen und Angeboten der Realschule – das komplett barrierefreie und vergleichsweise zeitgemäße Gebäude würde sich nach Ansicht von SPD und Grünen für eine IGS anbieten. Real- und Hauptschule würden dann Jahrgang für Jahrgang auslaufen. Nach der Tour an der Seite von Rektorin Jutta Brenneke stand für die Landtagsabgeordneten fest: Der Standort bietet sich auf den ersten Blick tatsächlich an.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare