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Bericht zeigt Zunahme in fast allen Bereichen auf / Wohngeldanträge schießen in die Höhe

Stadt zahlt für sozial Schwache kräftig drauf

Springe (ric). In Springe benötigen immer mehr Menschen Unterstützung der öffentlichen Hand. Das geht aus dem Jahresbericht für 2009 hervor, den der städtische Fachdienst Soziales am Donnerstag vorstellen wird.


Das Team um Karl-Hermann Heinze umfasst einen gleichbleibenden Personalstamm mit 14 Mitarbeitern in 12,5 Vollzeitstellen, muss aber immer mehr Fälle bearbeiten. Gleichzeitig gibt die Stadt in nahezu allen Bereichen mehr Geld für Unterstützungsbedürftige aus. Eine Übersicht.

Sozialhilfe bekommen Springer, denen weder Arbeitslosengeld II noch Grundsicherungsleistungen zustehen. Die Zahl der Leistungsempfänger stieg zum Jahresende 2009 auf 30 Fälle. Kosten: 218 826 Euro.

Grundsicherung aus Steuergeldern erhalten Personen, deren Lebensunterhalt anders nicht gewährleistet ist. Seit der Einführung steigen die Fälle am Deister: von 128 am Ende 2005 auf 153 drei Jahre später. Einen leichten Rückgang auf aktuell 144 hat die Wohngeldnovelle bewirkt. Kosten: 882 637 Euro.

Wer kein dauerhaftes Aufenthaltsrecht hat, kann Asylbewerberleistungen beantragen, darunter fallen auch Wertgutscheine. 71 Menschen in Springe wurden diese Leistungen gewährt. Hier sinken die Fallzahlen momentan – ein Gegentrend ist aber erkennbar. Kosten in 2009: 253 159 Euro.

Hilfe zur Pflege aufgrund von körperlicher, geistiger oder seelischer Krankheit oder Behinderung gewährte die Stadt in acht Fällen mit Kurzzeitpflege, 90-mal stationär und 14-mal in häuslicher Pflege. Das entspricht einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahresstand. Hinzu kommt ein stark zunehmender Informations- und Beratungsaufwand. Kosten: 909 961 Euro in 2009.

Die Fallzahl bei Eingliederungshilfe behinderter Menschen steigt leicht. Ausgezahlt wurden 690 866 Euro.

Wohngeldanträge wurden in 611 Fällen bewilligt, 249-mal abgelehnt. Die Kosten liegen mit 442 481 Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr, die Zahl der Empfänger stieg um fast ein Drittel.

Elterngeld wurde 274 bewilligt – ein leichter Anstieg.

Kosten verursachen auch weitere Leistungen etwa für Grundwehr- oder Ersatzdienstleistende (20 157 Euro), allgemeine Sozialarbeit und Einrichtungen wie das Obdachlosenheim Im Reite, die Unterstützung von Integrationslotsen sowie Übernahme von Bestattungskosten.

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