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Kostenloser Shuttle-Service wird angenommen / Ordnungsamt kontrolliert den starken Verkehr

Stadt und Skiclub haben Wintersportler im Griff

Springe (jemi). Als Steffen Schlumbohm in voller Ski-Montur aus der S-Bahn in Springe steigt, schaut er etwas orientierungslos drein. Er sucht einen Bus Richtung Skigebiet. Wer suchet, der findet – zumindest am vergangenen Wochenende. Der kurzfristig eingerichtete Shuttle-Service kam bei den Auswärtigen, aber auch bei den Anwohnern gut an. Da das Wetter weitestgehend stabil blieb, hatte die Stadt alle Skigebiete geöffnet und logistische Maßnahmen getroffen, damit bei einem Ansturm auf das Skigebiet kein Chaos entsteht. Ordnungsamt, der Springer Skiclub und die Polizei waren im Dauer-Einsatz und hatten, wie sie sagen, fast alle Situationen im Griff.

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Autofahrer konnten mit wintertauglichen Fahrzeugen bis Richtung Waldwinkel, Köllnischfeld und Steinbruch hochfahren. Da allerdings das Streusalz nicht ausreichte, kamen nicht alle Pkw Richtung Köllnischfeld. Allradantrieb und Schneeketten waren von Vorteil.

Als alle Parkflächen voll waren, ließ das Ordnungsamt nur noch Anwohner die Straßen hoch. Die anderen Wintersportler suchten sich Parkmöglichkeiten im unteren Bereich der Kernstadt. Entweder fuhren sie anschließend mit dem Shuttle-Service hoch oder liefen zu Fuß. „Vormittags war die Lage noch entspannt. Ab 14 Uhr war an beiden Tage rund um den Deister einiges los“, zieht Thomas Konior vom Ordnungsamt sein Fazit. Er ist davon überzeugt, dass ein Chaos ausgebrochen wäre, wenn die Beamten nicht ordnend eingegriffen hätten. „Die totale Kontrolle ist zwar nicht möglich, aber es gab kaum Situationen, wo es aus dem Ruder zu laufen drohte“, so Konior. Der einzige Zwischenfall ereignete sich Sonnabend als ein Einzelhändler mit seinem Wagen Richtung Waldwinkel wollte, um dort heißen Kaffee zu verkaufen. Es gab gleich mehrere Probleme: Zum einen hatte er keine Genehmigung eingeholt. Zum anderen hatte er kein wintertaugliches Fahrzeug und kam den vereisten Weg nicht hoch. Somit erledigte sich das Problem von selbst.

Auch Bürgermeister Jörg-Roger Hische hielt sich ständig auf dem Laufenden, was sich im Skigebiet tat. Er war mit der Arbeit sehr zufrieden: „Ich möchte mich ausdrücklich bei RegioBus, dem Skiclub und der Polizei für den Einsatz bedanken.“ Wenn die Wetter- und Skibedingungen so bleiben, kann sich Hische ein weiteres Wochenende in diesem Stil vorstellen. „Danach sprengt solch ein Einsatz allerdings unsere Kapazitäten“, erklärt der Bürgermeister.

Erik und Vincent schlagen am Crêpe-Stand am Waldwinkel zu.
  • Erik und Vincent schlagen am Crêpe-Stand am Waldwinkel zu.
Ordnungsamt und Skiclub zeigen Pkw-Fahrern, wo es lang geht.
  • Ordnungsamt und Skiclub zeigen Pkw-Fahrern, wo es lang geht.
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Matthias Rose vom Skiclub schätzt ganz grob, dass bis zu 1000 Menschen am Wochenende an den Skihängen unterwegs waren. Steffen Schlumbohm war einer von ihnen und kann sich, auch wegen des Shuttle-Service vorstellen, wieder zu kommen. Da Busfahrer Lars Tolle alle mitnahm, die Richtung Skigebiet unterwegs waren, erlangte der Bus schnell Bekanntheit.

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