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Stadt: Rewe-Eröffnung erst in vier Jahren

SPRINGE. Bis zur Eröffnung des Rewe-Einkaufscenters in der Innenstadt werden noch knapp vier Jahre vergehen, prognostiziert der städtische Bauoberrat Jörg Klostermann. Allein die Bauzeit schätzt er auf ein Jahr – und der Weg bis zum ersten Spatenstich sei lang und steinig.

Das Woolworth-Gebäude soll komplett verschwinden – geht es nach den Planern des Einkaufszentrums. Foto: Mischer
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Klostermanns Ziel: Den ersten städtebaulichen Vertrag mit den beiden Investoren wolle er möglichst noch vor den Sommerferien schließen. Die Unterzeichner würden damit erste, wechselseitige Verpflichtungen eingehen; die Investoren hätten ab dann aber auch eine gewisse Planungssicherheit. Im Fachausschuss in dieser Woche stellten Peter Othmer und Dennis Melching klar, dass sie dringend auf deutliche Signale seitens der Stadt warten: Allein der Kauf der weiteren Häuser, die sie für ihr Projekt abreißen müssen, werde sich auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen. Mit den Besitzern hätten sie zwar Vorverträge geschlossen. Nach eineinhalb Jahren sei es aber an der Zeit, die Leute nicht länger hinzuhalten.

Schräg gegenüber vom Springer Marktplatz soll ein Einkaufszentrum mit Rewe und Rossmann als Mietern entstehen. Im Obergeschoss sind Arztpraxen vorstellbar. Das jetzige Woolworth-Gebäude soll komplett verschwinden und an dessen Stelle 80 bis 100 Parkplätze entstehen.

Klostermann sagt eine schnelle Bearbeitung seitens der Verwaltung zu: „Der erste grobe Zeitplan liegt hoffentlich schon Mitte April vor.“ Dann tagen sowohl der Fach- als auch der Verwaltungsausschuss das nächste Mal.

Der Bau-Chef macht aber keinen Hehl daraus, dass er von der bisher vorliegenden Zeichnung für den Supermarkt wenig begeistert ist: „So ein großer Betonklotz passt nicht in die Altstadt. Wir brauchen kleinteilige Strukturen.“ Er drängt auf einen Architekten-Wettbewerb, eventuell in Zusammenarbeit mit Studenten der Uni Hannover. Die zu bebauende Fläche sei so prägend, „dass wir dafür eine optimale Lösung brauchen. Den Anspruch sollte eine Stadt haben“. Wie gut sich der neue Komplex in die Innenstadt einfüge, werde ausschlaggebend sein für die künftige Aufenthaltsqualität im Zentrum.

Eine weitere Hürde des Projekts: Die Vorschriften für Großbauten in der Altstadt seien hoch. Im Schnelldurchlauf gehe es deshalb nicht, mahnt Klostermann. Allein das Ändern des Bebauungsplans werde mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Noch komplizierter werde es, sollten Anwohner klagen.

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