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Stadt kauft marode Bahnhofsschuppen

Springe. Nach jahrelanger Hängepartie und schwierigen Verhandlungen hat die Stadt am Bahnhof endlich Nägel mit Köpfen gemacht: Sie hat die maroden Bahnhofsschuppen samt Gelände gekauft.


Springe. Nach jahrelanger Hängepartie und schwierigen Verhandlungen hat die Stadt am Bahnhof endlich Nägel mit Köpfen gemacht: Sie hat die maroden Bahnhofsschuppen samt Gelände gekauft. Auch der Rat hat dem Geschäft zugestimmt. Der erste Schritt hin zu Abriss und Parkplatzbau ist damit getan – wann es dort weitergeht, ist jedoch unklar.

Zum Kaufpreis will sich Baudezernent Reinhard Schade nicht äußern, verweist auf den Datenschutz. Man habe jedoch die gleiche Summe gezahlt, für die das Gelände vor einigen Jahren zuletzt den Besitzer gewechselt hatte – von einem zum nächsten Investor.

Ein Projektentwickler aus Ostwestfalen war danach mit seiner Idee gescheitert, einen kostenpflichtigen Pendlerparkplatz einzurichten. Dazu kaufte das Unternehmen 2011 auch noch eine weitere kleine Teilfläche direkt von der Stadt auf: „Auch die haben wir jetzt zurückgeholt – ebenfalls für den alten Preis“, sagt Schade.

Den Kaufpreis bekomme man ohnehin von der Region zurückerstattet. Der ostwestfälische Investor lässt sich außerdem diverse Auslagen erstatten, die etwa für Baugenehmigungen entstanden sind. Im Gegenzug können Stadt und Region umso schneller mit ihrem eigenen Vorhaben loslegen: dem Bau eines – dann allerdings kostenlosen – Parkplatzes.

Die Frage ist nur: Wann passiert das? Der Knackpunkt sind dabei die Fördergelder. Wird ein entsprechender Antrag beim Land zügig gestellt und schnell genehmigt, könnten noch dieses Jahr die Bagger rollen und den Schandfleck Bahnhofsschuppen beseitigen. Insbesondere die Kernstadt-Politiker hatten zuletzt immer wieder auf eine rasche Lösung gedrängt: Sie fürchten nicht nur um die Sicherheit von Passanten oder spielenden Kindern. Sondern auch um Springes guten Ruf bei Fahrgästen, die von Zug und Bahnsteig aus seit Jahren auf die zusammengestürzten Gebäude schauen.

Schade betont, man wolle mit der Region prüfen, wie schnell eine Lösung möglich sei. Selbst wenn der Parkplatz-Bau noch etwas länger dauere, wäre womöglich ein vorzeitiger Abriss der Schuppen möglich. In jedem Fall setzt man bei der Stadt auf die Fördergelder: Aus eigener Tasche draufzahlen will man am Bahnhof nicht mehr.

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