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Herbstliche Tipps für den Garten

Springes grüne Insel an der Osttangente

Springe (si). Der Herbst mit seinen ersten kalten Tagen ist da. Zuhause und in den Kleingarten-Kolonien richten sich die meisten Hobbygärtner auf den Winterdienst ein. Sie beginnen mit dem Aufräumen und Säubern ihrer Parzellen und den Anpflanzungen: Überall wird der Grundstock für die neue Gartensaison im kommenden Jahr gelegt.

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„Eine Reihe meiner Stauden und Gehölze übersteht ohne Schutzmaßnahmen die Frostperiode nicht“ sagt Horst Hampe, der an der Osttangente ein 400 Quadratmeter großes Gärtchen winterfest macht. Bei vielen der Beetstauden ist die Lebensdauer aufgrund ihrer jährlichen Wuchsleistung trotz regelmäßiger Düngung ohnehin begrenzt, weiß er. Hampe kennt sich aus. Der 70-Jährige gehört seit mehr als 40 Jahren zu den scherzhaft als „Laubenpieper“ bezeichneten Hobbygärtnern.

Nach der Umsiedlung der bisherigen Gärten auf das Gelände nördlich der Verbrauchermärkte habe sich auf vielen der neuen Grundstücke sehr viel zum Vorteil verändert, findet er. Durch die grünen Biotope schlängeln sich aus roten Steinen gepflasterte Wege bis hin zu den schmucken neuen Häuschen mit angebautem Geräteschuppen.

Auf seinem Anwesen ist Hampe damit beschäftigt, die letzten Herbstblüher abzuschneiden, um sie vor den ersten Nachtfrösten zu retten. Daheim sollen sie in Vasen noch einige Zeit an den Sommer erinnern.

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Relativ schnell ist er nebenan mit dem kleinen Stück Nutzgarten fertig geworden. Der Gärtner hat den Boden spatentief umgegraben, damit die untere Erdschicht nach oben kommt und in der kalten Jahreszeit ordentlich durchfriert. Nässe und Frost werden darüber hinaus den Winter über zur sogenannten Verkrümelung der Scholle beitragen. Dann muss Hampe im Frühjahr zum Bepflanzen alles nur noch mit dem Rechen eben machen. Wichtig ist es, die Dauerunkräuter sorgfältig auszulesen, weil im Frühjahr Quecken und Löwenzahn ebenfalls wieder austreiben und für Wildkraut sorgen.

Düngen will der Senior dann erst Anfang März, obwohl im Herbst aufgebrachter Torf auch schon zur Bodenverbesserung beiträgt. Den Rasen hat Hampe bereits vor Tagen gemäht und den Schnitt kompostiert. Wenn der Wind aus der Nachbarschaft welkes Laub herüberweht, greift er hin und wieder noch zur Harke. Auch das macht er gern. Wie überhaupt vieles hier draußen vor den Toren der Stadt, wo er sich beinah jeden Tag sehen lässt, um sich zu entspannen.

Zu tun gibt es für ihn immer etwas. Hampe als Vorstandsmitglied des Kleingartenvereins schaut im Moment auch beim Bau des künftigen Klubheimes nach dem Rechten. Eigentlich sollte das imposante Gebäude mit Küche, Büro, sanitären Anlagen und dem beachtlichen Versammlungsraum mit über 70 Sitzplätzen längst fertig sein. Doch es gab immer wieder Verzögerungen, weil es am Material fehlte. Mit seinen Gartenfreunden hofft er, dass es bis Ende des Jahres so weit sein wird. Die Parkplätze davor werden erst später angelegt – genau wie der an der Nordseite geplante Wintergarten und ein kleiner Löschteich. Zukunftsmusik – die Gartenfreunde wären schon froh, wenn sie endlich einziehen könnten.

Bis dahin hat der frühere Werkzeugmacher Hampe sicher auch alle Wintermaßnahmen im Garten beendet. Dann werden auch der Baumschnitt und das Entfernen der alten Triebe erledigt sein und an den Stämmen sind die Leimringe gegen Ungeziefer angebracht. Zum Winterschutz gehört außerdem eine Bewässerung der immergrünen Gehölze.

Seitdem in Gärtnereien und Baumschulen Pflanzen in Containern gezogen werden, kann, solange der Boden noch offen ist, auch im Winter gepflanzt werden. Im Ziergarten lassen sich ebenfalls noch Stauden und Blumenzwiebeln ins Erdreich bringen. Darüber denkt Hampe aber erst gar nicht nach. Für ihn soll es auf seiner grünen Insel mitten in Springe weiter überschaubar bleiben.

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