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Springe: Projekt OHG 2030 in Arbeit

SPRINGE. Das Raum-Konzept „OHG 2030“ nimmt Form an: Schulleiterin Dr. Kerstin Prietzel hat die Mitglieder des Schulausschusses über den aktuellen Stand informiert. Während die Schule bereits mit Hochdruck an dem Plan arbeitet, muss die Verwaltung die 50-seitige Mängelliste abarbeiten.

50 Seiten umfasst die Mängelliste für das Otto-Hahn-Gymnasium. FOTO: MISCHER
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Einiges wurde schon erledigt“, sagt Hochbauamts-Chef Reinhard Borchardt.

In Angriff genommen wurde eine Komplettsanierung des Flachdaches über der Bibliothek, berichtete Borchardt. Besonders schlecht sei der Zustand des Daches über den Trakten L, M und P. „Im Frühjahr soll es dafür eine große Ausschreibung geben“, kündigte Borchardt an. Weil der 1400 Quadratmeter große Bereich so marode sei, lohne sich keine Teilsanierung mehr. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Eingestellt wurde dafür die Fassadensanierung des Kunst-Traktes. Die Wärmedämmung konnte aufgrund des Regens nicht mehr eingebaut werden – erst in den Sommerferien geht es damit weiter, so Borchardt. Die Kunst-Räume seien dennoch für die Schüler nutzbar. Parallel wurde ein Inklusionsraum geschaffen.

Noch habe der Fachbereich genug Geld zur Verfügung, um weitere Mängel im Gebäude zu beheben. Das Fazit: Im kompletten Schulzentrum bestehe akuter Sanierungsbedarf, sagt Prietzel. „Es ist eine wahre Wundertüte mit immer neuen Überraschungen und ein Fass ohne Boden.“

Während nach und nach die einzelnen Baustellen wie die Fassadensanierung weitergehen, hatten sich Schule und Verwaltung darauf geeinigt, ein grundsätzliches Raum-Konzept zu erstellen, um zu prüfen, wo die Reise eigentlich hingehen soll. Erste inhaltliche Vorschläge konnte Prietzel nun den Politikern präsentieren. Pädagogen hielten nichts mehr von klassischem Frontalunterricht. Vielmehr sollen Räume gebaut werden, in denen Schüler individuell arbeiten können. Damit die Jugendlichen mal alleine und mal in Gruppen arbeiten können, müssen die Möbel schnell verrückt werden können. „Diese Flexibilität ist in einem Raum mit herkömmlicher Größe gar nicht möglich. Es ist ein krasser Epochenwechsel.“

Politik und Verwaltung stünden nun vor der Frage, die Sanierungen „sauber und ordentlich“ abzuarbeiten oder sich für einen „Aufbruch“ zu entscheiden, um zukunftsfähig zu bleiben. „Aus meiner Sicht ist nur dieser Weg der richtige und eine historische Chance – auch wenn das teurer ist.“ Sie befürchtet, dass es nach der Mängelbeseitigung wieder von vorne losgeht. „Das wäre rausgeschmissenes Geld.“ Bedeutet das unter dem Strich den Abriss des OHG, fragte Ausschussmitglied Harald Malz (SPD). „An dem Schritt sind wir noch nicht angekommen“, so Prietzel. Zunächst müsse das fertige Konzept stehen – dass dann in ein Raumprogramm übersetzt wird, das wiederrum der Politik vorgelegt wird. Das Konzept wurde der Stadt Mitte Oktober übergeben.

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