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Vereine müssten bei einer erneuten Einführung ihre Beiträge erhöhen

Sportstättennutzungsgebühr: Überlegungen stoßen auf Unmut

Springe (zer). Die Überlegung von Bürgermeister Jörg-Roger Hische, angesichts der sich zuspitzenden Haushaltssituation die Sportstättennutzungsgebühr wieder einzuführen, stößt bei Vereinsvorsitzenden auf Unmut. Die umstrittene Gebühr war erst im Herbst vergangenen Jahres abgeschafft worden.

Emil Nolde: Frauenkopf, Aquarell um 1914.

„Wir haben uns gefreut, dass wir sie nicht mehr zahlen müssen“, sagt Thomas Dettmer, Vorsitzender des SV Altenhagen. „Jetzt darüber nachzudenken sie wieder zu erheben, ist für mich keine verlässliche Politik.“ Wenn die Gebühr erneut eingeführt werden sollte, müsste der SV Altenhagen die Mitgliedsbeiträge erhöhen, sagt Dettmer.

Das fürchtet auch Klaus-Dieter Winkel, Vorsitzender des TSV Gestorf. Vor der Abschaffung der Sportstättennutzungsgebühr habe sein Verein etwa 3000 Euro im Jahr an die Stadt zahlen müssen. „Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Gebühr jetzt wieder erhoben wird. Sie ist den Vereinen ja gerade erlassen worden“, sagt Winkel.

„Das stößt auf

großen Widerstand“

„Das ist starker Tobak“, sagt auch Lutz Grimme, Vorsitzender der Handballfreunde Springe. „Wenn die Gebühr wieder eingeführt werden sollte, stößt das bei den Vereinen auf großen Widerstand.“

Hans-Joachim Meier, Vorsitzender des FC Springe, ist erstaunt über die Überlegung des Bürgermeisters: „Ich bin überrascht, dass überhaupt darüber nachgedacht wird, die Gebühr erneut zu erheben“, sagt er. Ihre Wiedereinführung würde den Fußballclub stark belasten. „Wenn wir die gleiche Summe wie früher zahlen müssten, wäre das eine Katastrophe.“ Die Gebühr habe für den FC Springe bei etwa 4000 Euro gelegen. Vor einem halben Jahr sei seinem Verein ein Stein vom Herzen gefallen, als der Rat entschieden habe, sie abzuschaffen.

„Ich verfolge die Entwicklung mit Interesse“, sagt Udo Schulz, Vorsitzender des FC Bennigsen. Die erneute Erhebung würde zwar für den FC Bennigsen Mehrkosten bedeuten. „Aber bislang sind das nur Spekulationen. Daher mache ich mir noch keine Gedanken.“

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