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Sozialministerin besucht inklusive Theateraufführung im OHG

SPRINGE. Sie genießt einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung, die Springer Lebenshilfe. Das bewies einmal mehr die hohe Zahl von gut 300 Besuchern in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasium (OHG).

Das Publikum ist begeistert von der Aufführung – und darf auch beim Stück mitmachen ð.

Autor:

Reinhold Krause

Zusammen mit der Schirmherrin der Veranstaltung, der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt verfolgten die Besucher die Theateraufführung, die die Lebenshilfe in Zusammenarbeit mit der Theater AG des OHG auf die Beine gestellt hatte.

In ihrer Begrüßung wertete Rundt die Zusammenarbeit und Inklusion als einen in der Bevölkerung wichtigen Baustein für ein gesellschaftliches Miteinander. Auch die Vize-Regionspräsidentin Petra Rudszack mit Landtagskollegin Gabriela Kohlenberg sowie der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundestag, Maria Flachsbarth kamen nach Springe. OHG-Schulleiterin Kerstin Prietzel sowie Bürgermeister Christian Springfeld hoben in ihren Reden die fruchtbare Arbeit, das einvernehmliche Miteinander als auch die kurzen Wege zwischen den Aktiven hervor.

Anders als bei vielen Theateraufführungen werden hier Jahr für Jahr neue Stücke aus der Taufe gehoben. Die Stücke für die aktiven Darsteller, teilweise im Rollstuhl sitzend, anzupassen, scheint dabei die größte Herausforderung zu sein. Rollstuhl und Rollator werden aber nicht nur zu notwendigen Hilfsmitteln degradiert, sondern bilden das Hauptwerkzeug bei mancher Inszenierung, wie zum Beispiel der Rollstuhlrallye, in der der Beeinträchtigte den Sieg davonträgt.

Die weite Welt des Fernsehens mit all seinen Facetten stand im Mittelpunkt des Stücks und das TV-Programm in der Villa Kunterbunt, da wird auf dem plüschigen Sofa nach Herzenslust gezappt.

Das, was auf dem Bildschirm flimmert, wird auf der Bühne Realität. Ob Realityshows wie Bäuerin sucht Mann, Werbung in seiner überhobenen Form, Formel 1 Autorennen oder den ADHS (Alle Die Heute Singen) –Songcontest, nichts war den Autoren und Akteuren heilig und die Zuschauer amüsierten sich köstlich.

Die Besucher, das war das Besondere, wurden per Anzeigetafel zum Mitmachen aufgefordert. Ob Reis werfen, nachdem die Hochzeit bei „Bäuerin sucht Mann“ zu Ende war und das Ehepaar per Traktor durch die Aula fuhr. Schokoriegel essen bei „Milch trifft auf Schokolade“, oder Goldglitter in die Luft werfen bei der Siegerehrung des Songcontestes oder bei dem Werbesong „Everybody Dance Now“ richtig Tanzen – still sitzen und zusehen war verboten.

Zwei Rennwagen der Formel 1, der Start erfolgte mittels schwarz-weiß karierten Fähnchen, wurden über die Köpfe der Besucher zur Bühne gefahren. Sternenstaub wirbelt beim Auftritt des Sandmännchens durch die Luft. Doch was sollte zum Schluss die Waschmaschine auf der Bühne? Hier hatte man die Waschmittelwerbung mit der langen Wäscheleine auf die Schippe genommen. Ein etwa 20 Meter langes weißes Tuch wurde von der Bühne herab in den Mittelgang der Aula ausgerollt und mit trockenem Kaffeesatz „verdreckt“. Auch die Sozialministerin machte den Spaß mit und schüttete die bereitgestellten Tüten mit dem schwarz-braunen Pulver über dem weißen Tuch aus. Fernsehen, kritisch und mit einem zwinkernden Auge in einer anderen Dimension betrachtet, das ist der Lebenshilfe in Zusammenarbeit mit der Theater AG in 60 vergnügliche Minuten gelungen. Zum Abschluss lud die Lebenshilfe zum „Tag der offen Tür“ ein.

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