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Temperaturen von bis zu 35 Grad erwartet / So kühlen sich die Menschen am Deister ab

Sommer satt: Hitzewelle rollt auf Springe zu

Von Markus Richter

Springe. Der eiskalte und lange Winter ist noch nicht so lange her – und doch längst vergessen. Denn Springe ächzt im Moment unter der brütenden Hitze. Praller Sonnenschein, hochsommerliche Temperaturen. Und bis zum Wochenende kocht die Quecksilbersäule weiter hoch – auf kuschelige 35 Grad.

Abkühlung gefällig? Sophia (6, v.l.), Jannik (6), Domino (5) und

Von Markus Richter

Springe. Der eiskalte und lange Winter ist noch nicht so lange her – und doch längst vergessen. Denn Springe ächzt im Moment unter der brütenden Hitze. Praller Sonnenschein, hochsommerliche Temperaturen. Und bis zum Wochenende kocht die Quecksilbersäule weiter hoch – auf kuschelige 35 Grad.

Besonders in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen rund um den Deister wird jetzt noch intensiver darauf geachtet, dass die Bewohner genug Flüssigkeit zu sich nehmen. „Die besten Erfahrungen haben wir mit Saftschorlen gemacht – die schmecken allen“, weiß Iris Würthele, Heimleiterin des Altenzentrums Springe. Früh morgens wird die noch kühle Luft hereingelassen, außerdem achtet das Personal darauf, dass die Senioren im Schatten bleiben.

Auch Kleinkinder sind bekanntlich anfällig für zu viel pralle Sonne: Dafür macht das Abkühlen in Springes Kindertagesstätten besonderen Spaß, wenn Wasser ins Spiel kommt: „Die Kleinen lieben es, wenn wir sie mit dem Schlauch abspritzen“, sagt Andrea Ruppelt, Leiterin der Bison-Kindertagesstätte. Unterm Sonnensegel im Sandkasten wird zudem nach Herzenslust gematscht – das sorgt auch für kühle Köpfe. In der Kita An der Bleiche frieren die Erzieherinnen mit den Knirpsen Saft ein – und genießen dann leckeres Fruchteis.

Viel Wasser hilft: Bauarbeiter Martin Kreusel malocht in der Hit
  • Viel Wasser hilft: Bauarbeiter Martin Kreusel malocht in der Hitze – unter der prallen Sonne.
Lernen in der Kältefachschule. Die meisten Räume sind hier natür
  • Lernen in der Kältefachschule. Die meisten Räume sind hier natürlich klimatisiert.

Weniger Nährstoffe

Waldbrandgefahr besteht nach Angaben von Forstwirtschaftsmeister Helmut Wietgrefe im Deister nicht unmittelbar – das würde eher Nadelwälder betreffen. „Allerdings schwinden bei Hitze die Nährstoffe für die Bäume.“ Eine dauerhafte Wärmeperiode könnte für den Baumbestand dramatische Folgen haben.

Um Temperaturen dreht es sich auch bei der Norddeutschen Kältefachschule (NKF): Zurzeit lernen Umschüler bei Dozent Gavin Sands das Thema Kältetechnik kennen – in den natürlich klimatisierten Räumen. Nach der Ausbildung sind sie zuständig für Bau, Wartung und Reparatur von Klimaanlagen. Ein wachsendes Feld, ein Beruf, für den

deutschlandweit und darüber hinaus Fachpersonal gesucht wird. Schulleiter Stefan Hofmann: „Der Bedarf ist immens.“ Nicht nur in Autos, Supermärkten und Krankenhäusern werden Anlagen benötigt, auch vermehrt in der Gastronomie, wie Schüler Behzad Sedagkat-Teymouri weiß: „Grund sind neue Vorschriften und mehr Kontrollen im Lebensmittelbereich.“

Ein Kontrast zu den angenehmen Temperaturen findet sich wenige Meter vor der Tür: Zurzeit erweitert die NKF ihre Anlagen. Unter anderem entsteht ein Freizeitbereich. Für Martin Kreusel und seine Kollegen der Baufirma HBT heißt das: Schwitzen im Akkord und Wasser trinken, damit der Kreislauf stabil bleibt. Übrigens: Auch Obst steigert jetzt das Wohlbefinden.

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