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Zufriedenheit klingt anders – Freibäder im Stadtgebiet blicken auf eine durchwachsene Saison zurück

„Sinkende Zuschüsse wären der Todesstoß“

Bennigsen/Eldagsen/Altenhagen I (ric). „Das war kein toller Sommer“ – Martina Riemer, Chefin der Bennigser Freibad-Gesellschaft, steht mit ihrer Meinung über die abgelaufene Saison nicht alleine da. Zwei regenreiche Schlechtwettermonate haben allen Einrichtungen im Stadtgebiet die Bilanz verhagelt.

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Die Besucherzahlen sprechen für sich: Nur 25 000 zahlende Gäste zogen in den Bennigser Becken ihre Bahnen – das sind 5000 weniger als in einem Durchschnittsjahr. Jetzt heißt es „sparen ohne Ende – was anderes kann man nicht machen“, sagt Riemer. Sie hofft darauf, dass die Stadt ihre Zuschüsse nicht weiter senkt. „Alles andere wäre der Todesstoß für alle drei Bäder.“ Auch ohne Wasser in den Becken gibt es genug zu tun: Vor allem die Grünanlagen bedürfen intensiver Pflege, voraussichtlich bis Mitte November muss tonnenweise Laub gefegt werden. Außerdem stehen übliche Reparaturen an.

Die letzten 14 Tage hätten die Saison gerettet, teilt Helmut Meisiek auf Anfrage mit. Der Verein Freibad Eldagsen könne aufgrund des guten Endspurts durchatmen. „Ein Grund zur Euphorie ist das aber nicht.“ Dank eines immerhin durchschnittlichen Gastaufkommens sei der Verein „mit einem blauen Auge davongekommen“. Besucherzahlen wird Meisiek erst bei der Jahresversammlung im Februar vorlegen – ebenso wie Amtskollege Friedhelm Lüdersen in Altenhagen I. Er ist mit dem Verlauf der Saison im Waldbad nicht wirklich zufrieden. „Dafür war der Sommer einfach zu schlecht.“ Bei der kleinsten und ältesten Einrichtung in der Region können schon 100 Gäste mehr oder weniger den Ausschlag geben. Mit den Einnahmen komme der Verein wohl über die Runden, so Lüdersen. „Aber schlimmer darf es nicht mehr werden.“

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