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Springer Hauptschüler sammeln Spenden für Opfer der Katastrophe in Japan / Kooperation mit der Caritas

„Sie fühlen vor allem mit den Kindern“

Springe (zett). Sie sind geschockt von der Katastrophe – wie so viele Menschen momentan. Doch die Fünft- und Sechstklässler der Gerhart-Hauptmann-Schule wollen nicht nur reden über das, was in Japan passiert. Deshalb sammeln sie in dieser Woche Spenden.

Sammeln Spenden für Japan: Manuel Schütte, Falk Brückner (hinten, v. l.), Beritan Ayhan und Marcel Geier (vorne, v. l.). Foto: z

Dabei sind sie – ausgerüstet mit verplombten Sammelbüchsen und Briefen der Schulleitung – sowohl in der Innenstadt und in den Ortsteilen unterwegs. Die Initiative für die Aktion, betont Lehrerin Isabell Hartmann, sei von den Schülern aus gegangen. Sie entschieden sich, Spenden zu sammeln, organisierten Sammeldosen bei Banken, malten Plakate für das Schulzentrum Süd, wo sie heute ihre Mitschüler zum Helfen auffordern wollen. „Sie haben alle sehr viel Initiative gezeigt“, lobt Hartmann.

Die Lehrerin stellte den Kontakt zur Not- und Katastrophenhilfe der Caritas International in Hildesheim her, die die speziellen Sammelbüchsen zur Verfügung stellt und sich hinterher um die Weiterleitung der Spendensumme nach Japan kümmert. „Es ist den Jugendlichen ganz wichtig, dass das Geld direkt vor Ort hilft“, so Hartmann.

In Unterrichtsgesprächen hätten sich die Hauptschüler zuvor geschockt gezeigt von der Situation in dem asiatischen Inselstaat – sofort seien erste Spendenvorschläge zusammengekommen: „Unter anderem ging es dabei um Spielzeug für die Familien, die alles verloren haben. Die Schüler fühlen vor allem mit den Kindern“, hat die Lehrerin beobachtet.

Hartmann koordiniert die Spendensammlung gemeinsam mit Klassenlehrer Andrej Klimenko. „Wir haben auch für Haiti schon Geld gesammelt“, erklärt er. Die Schüler hätten zunächst überlegt, für Japan Kleidung oder Essenskonserven zu spenden: „Aber dann sind wir uns einig geworden, dass die Menschen in erster Linie Geld brauchen – für die Wasserreinigung oder für Werkzeuge zum Beispiel“, sagt Klimenko.

Hartmann hat unterdessen auch mit den älteren Schülern über die Katastrophe von Japan gesprochen. Im Physikunterricht des siebten Jahrgangs thematisierte sie zum Beispiel die Atomkraft und die Krankheiten, die Strahlung auslösen kann: „Da haben sich viele vorher noch nie mit beschäftigt“, sagt die Lehrerin. Kein Wunder: Die Schüler sind erst zwölf oder dreizehn Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl geboren, die Deutschland damals betraf.

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