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Bewohner des Diakoniezentrums kämpfen für Tempo-Limit / Stadt sieht wenig Möglichkeiten

Senioren übergeben 75 Unterschriften

Springe. Die Unterstützung ist groß: Als Dieter Hess in seinem Häuserblock des Diakoniezentrums (Jägerallee) von Tür zu Tür ging, hatte er prompt 75 Senioren auf seiner Seite. „Das sind drei Viertel der Bewohner“, sagt der 78-Jährige, der für eine Tempo-30-Zone an der angrenzenden Straße kämpft.

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Autor:

VOn MARITA SCHEFFLER

Zusammen mit seinem Mitstreiter Armin Badel (87) hat Hess jetzt die Mappe mit den gesammelten Unterschriften an Ordnungsamtsleiter Werner Mosch übergeben. Der Fachdienstleiter versprach, sich mit dem Thema zu beschäftigen, mochte den beiden Senioren aber keine großen Hoffnungen machen.

Der Hamannsbruch, den Hess und Badel als Rennstrecke bezeichnen, sei eine sogenannte Sammelstraße. „Dort können wir die Geschwindigkeit nicht auf Tempo 30 drosseln“, warb Mosch um Verständnis. Auch die von den Bewohnern gewünschten zwei Zebrastreifen werde es voraussichtlich nicht geben können: „Die sind an bestimmte Bedingungen geknüpft, die hier bei weiten nicht erfüllt werden.“

Allerdings: Es spräche nichts dagegen, in Höhe des Diakoniezentrums ein Schild mit dem Hinweis „Achtung, Seniorenheim“ aufzustellen. Die Stadt könne vor Ort auch gerne demnächst ihren Geschwindigkeitsanzeiger platzieren, um Autofahrer zu sensibilisieren.

Hess hofft, dass mit weiterem Druck doch noch der große Wurf gelingt. Vor Ort gebe es oft keine 20 autofreien Sekunden. „Die geben alle richtig Stoff“, betont der 78-Jährige. Was ihn besonders ärgert: „Fast alle, die da durchknallen, sind Leute, die in der Nähe wohnen.“

Die Polizei müsse eingreifen. Eine Forderung, die Mosch zwar verstehen kann aber einschränken muss: „Solche Kontrollen müssen angeordnet werden. Und das geht nur an Gefahrenschwerpunkten.“ Am Diakoniezentrum habe es jedoch keinen einzigen Unfall gegeben, den Raser verursachten.

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