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Schützen feiern wieder in der Innenstadt

SPRINGE. Das Springer Volksfest kehrt zurück auf den Burghof: Trotz großer Bedenken wollen auch die Anlieger der Veranstaltung im Herzen von Springe eine Chance geben. Dabei sollen eine Reihe von Regeln für einen reibungslosen Ablauf des Festes sorgen. Das ist das Ergebnis einer Info-Veranstaltung.

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Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Erstmals wollen die fünf Ausrichter – Jagdklub, Jägercorps, Schützengilde, Spielmanns-und Hörnerkorps sowie die Springer Feuerwehr – das Fest gemeinsam organisieren. Die Federführung hat diesmal das Spielmanns- und Hörnerkorps. „Wir wollen Kräfte bündeln“, erklärte die Vorsitzende Christa Heinzel. Zudem engagieren sich – ebenfalls eine Neuerung – auch der Ortsrat sowie die Stadtverwaltung Springe mit Bürgermeister Christian Springfeld an der Spitze. Und es gibt mit der Verkürzung der Veranstaltung auf drei Tage eine weitere Premiere. Damit endet das Vergnügen, das vom 16. bis 18. Juni unter dem Motto „Unser Fest für Springe“ gefeiert wird, bereits am Sonntagabend gegen 21 Uhr. Die Anwohner sollten also ruhig schlafen können, denn abgebaut werden dürfe erst am Montagmorgen ab 7 Uhr. Das ist eine von weiteren Maßgaben. Weiterhin darf am Freitag und Sonnabend bis 23 Uhr die Musik nur noch mit vorgeschriebener Lautstärke erklingen. Danach darf nur noch in Zimmerlautstärke gespielt werden. Es werde ein sogenannter Limiter im Zelt aufgestellt, um den Pegel sicherzustellen, erklärte Heinzel.

Und auch eine Regelung für die Parksituation soll gefunden werden. Zudem erklärte sich Korps-Chefin Heinzel bereit, als Ansprechpartnerin während des gesamten Festes erreichbar zu sein.

Nur zögernd und mit der Zusicherung dieser Regelungen hatten die anwesenden Anwohner auf der Versammlung ihre Zustimmung für eine – vorerst einmalige – Rückkehr des Volksfestes auf den Burghof gegeben. Zuvor hatten einige Betroffene ihre Bedenken vorgetragen. Sie befürchten neben dem „unerträglichen Lärm“ unter anderem auch eine Verschmutzung ihrer Grundstücke. „Das Vergnügen darf nicht zulasten der Anwohner gehen“, sagte einer von ihnen.

Ortsratsmitglied Uwe Lampe setzte sich dafür ein, Kompromisse zu finden und dem Engagement der Ausrichter mit Vertrauen zu begegnen. „Ich will mich gerne mit einbringen, damit das Fest an dieser Stelle stattfinden kann“, erklärte er. Sinkende Besucherzahlen hatten die Ausrichter dazu bewogen, das Volksfest wieder auf den Burghof zu holen.

Mit dem Umzug vom Hallenbad solle dem Fest neuer Schwung gegeben werden, sagte Heinzel. Ein gemeinsames Fest sei eine gute Tradition, unterstützte sie Springes „Nachtwächter“ Gerhard Mestwerdt. Profitieren soll auch die Stadt selbst „Wir wollen die Leute in die Innenstadt holen, um sie zu beleben“, sagte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich.

Weil diese Entscheidung aber nicht über die Köpfe der betroffenen Anlieger gefällt werden sollte, hatten die Ausrichter zu der Informationsveranstaltung eingeladen. Alle Absprachen mit den Anwohnern würden nun schriftlich festgehalten, erklärte Bürgermeister Springfeld. „Wenn wir das Fest in diesem Rahmen nicht hinbekommen, setzen wir uns in die eigenen Nesseln“, sagte er.

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