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Schmuck gestohlen: Diebe vergreifen sich an Kindergrab

Bennigsen. Auf dem Friedhof in Bennigsen mussten die Familienangehörigen der kleinen Laura jetzt eine traurige Entdeckung machen.

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Autor:

ANNEGRET Brinkmann-Thies

Bennigsen. Auf dem Friedhof in Bennigsen mussten die Familienangehörigen der kleinen Laura jetzt eine traurige Entdeckung machen: Auf dem Kindergrab des vor 14 Jahren gestorbenen Mädchens fehlte ein fest verankerter Rosenquarz. Offenbar wurde er mit Gewalt herausgebrochen. Die Familie ist entsetzt.

„Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte“, sagt Wilhelm Rokahr, der Opa des im Jahr 2001 gestorbenen kleinen Mädchens. Was die Unbekannten Täter umtreibt, kann er sich nicht erklären. „Sind die so kalt, herzlos und geldgierig, dass sie selbst vor einem Kleinkindergrab nicht zurückschrecken?“, fragt er.

Bereits vor sieben Jahren war das Grab der kleinen Laura, die mit elf Monaten verstorben war, geplündert worden. Damals stahlen die Täter gleich sieben der faustgroßen Rosenquarze.

Der Vater von Laura verklebte daraufhin die restlichen Steine eigens auf einem halbmondförmigen Metallgerüst. Diese Vorrichtung verankerte er zusätzlich noch tief im Boden. Viele Jahre blieb das kleine Grab vor Vandalismus verschont. Nun aber mussten die Angehörigen feststellen, dass erneut ein Rosenquarz gestohlen worden war.

„Wie ginge es dem Menschen, der das getan hat wenn er selbst betroffen wäre?“, fragt Rokahr.

Für Springes Gärtnermeister Helmut Schorsch ist der Vorfall keine Überraschung. Auf den städtischen Friedhöfen sei Vandalismus leider an der Tagesordnung, sagt er. Immer wieder würden Blumenvasen gestohlen. Vor den alljährlichen Muttertagen verschwinden demnach regelmäßig sogar ganze Blumensträuße. Für die Angehörigen seien diese Taten immer sehr schlimm, berichtet Schorsch. Aber auch Beschädigungen an den Grabstellen beobachten die städtischen Mitarbeiter. „Schade, dass es so ist“, findet Schorsch.

Und er hat noch weitere Beispiele für Vandalismus. So würden auf Kinderspielplätzen immer wieder die Schilder überschmiert, auf denen neben einer Notrufnummer auch der Standort geschrieben steht. In einer Situation, in der schnell Hilfe erforderlich sei, seien gerade diese Angaben aber vielleicht lebenswichtig. Schorsch kann über diese Art von Zerstörung nur den Kopf schütteln.

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