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Schimmel? Räume der IGS gesperrt

SPRINGE. Nicht nur im „Bunker“ des Otto-Hahn-Gymnasiums gibt es einen Verdacht auf Schadstoffbelastung. Auch zwei Räume in den Türmen der Grundschule am Ebersberg sind derzeit gesperrt. Die Klassenzimmer werden von der IGS genutzt.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Weil alle durchgeführten Messungen ergebnislos blieben, können sie vermutlich im Lauf dieser Woche wieder freigegeben werden.

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurden die beiden Räume bereits kurz vor Beginn der Herbstferien außer Betrieb genommen. Zuvor hatten sich besorgte Eltern an die Schulleitung der IGS gewandt: ein dunkler Fleck unter einer abgehängten Decke deute auf einen Schimmelbefall hin. Nachdem ihm der Verdacht gemeldet wurde, sei er umgehend zur Schule gefahren, sagt Hochbauamtsleiter Reinhard Borchardt.

Obwohl er überzeugt war, dass es sich um Schalölflecken statt um Schimmelpilze handelt, habe er ein Speziallabor beauftragt und auch das Gesundheitsamt der Region verständigt, so Borchardt. Das Labor führte Raumluftmessungen und auch eine sogenannte Materialüberprüfung durch. „Alles verlief in enger Abstimmung mit der Schulleitung und den betroffenen Eltern“, betont Borchardt.

Das Ergebnis der ersten Messungen: In den Klassenräumen gebe es keine Auffälligkeiten. Lediglich im Flur wurden Bakterien nachgewiesen, die jedoch auf zu schlechtes Lüften zurückzuführen seien. Weil die Fenster nur nach innen geöffnet werden können, blieben sie bislang aus Sicherheitsgründen während des Schulbetriebs geschlossen – es sollte verhindert werden, dass sich Schüler verletzen. Nun muss der Hausmeister Lücken finden, um Frischluft auf den Flur zu lassen.

Trotz des guten Befunds habe er eine Grundreinigung der Räume veranlasst und eine Abschluss-Messung beauftragt, sagt Borchardt. Zusätzlich dazu gab es eine weitere Vor-Ort-Begehung mit dem Gesundheitsamt und der Schulleitung. Borchardt: „Auch dabei haben wir keine Hinweise auf mögliche Schadstoffe festgestellt.“ Sobald das schriftliche Endergebnis aus dem Labor vorliegt – Borchardt rechnet innerhalb der nächsten Tage mit Post – sollen die Räume wieder für den allgemeinen Unterrichtsbetrieb freigegeben werden.

Das Thema ist deshalb brisant, weil der „Bunker“ des Otto-Hahn-Gymnasiums schon seit mehreren Wochen gesperrt ist. Nachdem Schüler und Lehrer über gesundheitliche Probleme geklagt hatten, wurde der Gebäudeteil des Schulzentrums Süd geräumt. Eine Schadstoffbelastung konnte bis heute nicht nachgewiesen werden, es wurde aber Mäusekot gefunden.

Wie es langfristig mit dem Bunker weitergeht, ist noch unklar. mari

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