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Zwischenbilanz des Springer Klimaschutz-Programms / Endbericht im September im Umweltausschuss

Runde Tische, bessere Busse, mehr Biogas

Von Christian Zett

Springe. Mitte September soll er vorliegen, der Endbericht des Springer Klimaschutzaktionsprogramms. Doch bereits jetzt, ein gutes Jahr nach dem Start des Projekts, zieht die Klimaschutzagentur der Region Hannover auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung erstmals Zwischenbilanz. Ein Ergebnis: Für viele in den Arbeitsgruppen geäußerte Wünsche gibt es bereits Beratungsangebote.


Von Christian Zett

Springe. Mitte September soll er vorliegen, der Endbericht des Springer Klimaschutzaktionsprogramms. Doch bereits jetzt, ein gutes Jahr nach dem Start des Projekts, zieht die Klimaschutzagentur der Region Hannover auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung erstmals Zwischenbilanz. Ein Ergebnis: Für viele in den Arbeitsgruppen geäußerte Wünsche gibt es bereits Beratungsangebote.

Eine der Arbeitsgruppen, die sich nach dem Start im Juni 2009 zusammenfanden, befasste sich mit dem Thema Wirtschaft. Hier hätten sich laut Agentursprecherin Monika Dening-Müller als Wünsche unter anderem Beratungsangebote für Unternehmen, die Energieeffizienz steigern möchten, herauskristallisiert. Auch eine bessere Vernetzung der Unternehmen an einer Art Rundem Tisch war hier ein Thema – ein Projekt, das zumindest teilweise bereits umgesetzt wurde. Ebenfalls auf der Liste: eine bessere Taktung des öffentlichen Nahverkehrs oder ein Car-Sharing-Projekt – „beides soll dazu dienen, das Verkehrsaufkommen durch die vielen Bildungseinrichtungen einzugrenzen“, so Dening-Müller.

Die Bereiche Bauen und Modernisieren hatte sich eine weitere Arbeitsgruppe auf die Fahnen geschrieben. Sie will sich um eine bessere Zusammenarbeit von Handwerkern, Planern und Energieberatern bemühen. Außerdem sollen Hausbesitzer für energetische Modernisierungen sensibilisiert werden – etwa durch die Schaffung einer unabhängigen Beratungsstelle oder durch Erfahrungstausch innerhalb Springe.

Vertreter von Vereinen und Verbänden bildeten ebenfalls eine Gruppe. Sie erhoffen sich mehr Unterstützung bei der energetischen Modernisierung ihrer Gebäude – auch, was Finanzierungsmöglichkeiten und Kredite angeht. Auch der Wunsch nach einer besser Abstimmung der Nutzungsmöglichkeiten steht im Raum – nicht zuletzt wohl vor dem Hintergrund der drohenden Sportstättengebühr. Dening-Müller spricht gar von einem „ehrenamtlichen „Energiemanager“, der für mehrere Vereine zuständig ist und sie unter der Dachmarke „Springer Vereine sparen Energie“ beraten könnte. Weitere Forderungen beschäftigten sich mit der verstärkten Schaffung von Biogas-Anlagen und der Bildung eines weiteren Runden Tisches zu diesem Thema.

Die Sprecherin betonte, ihrer Organisation sei wichtig, „dass es sich bei den Ideen um Maßnahmen handelt, die den Beteiligten in den Arbeitsgruppen wichtig waren und die wir als Fachleute ergänzt haben.“ Für die politische Bewertung dieses Programms sei der Stadtrat zuständig. Für etliche Ideen und viele Wünsche aus den Arbeitsgruppen gebe es schon heute über die Klimaschutzagentur Beratungsangebote, betont Dening-Müller – so habe man bereits bei der Hausbesitzer-Aktion „Gut beraten starten“ im Vorjahr 104 Anmeldungen verzeichnet.

Der Endbericht soll am 14. September dem Umweltausschuss vorgestellt werden. Er soll neben den bisher angelaufenen Maßnahmen auch die CO2-Bilanz Springes und Strategien zur Minderung der Ausstöße vorstellen.

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