weather-image
15°
Handelsriese aus Köln bestätigt Übernahme von Comet / Politiker zeigen sich erleichtert

Rewe will Markt nächste Woche neu eröffnen

Springe (mf). Gute Nachricht kurz vor Weihnachten: In der Innenstadt wird es auch künftig einen Nahversorger geben. Ein Sprecher der Rewe-Gruppe bestätigte gestern offiziell eine NDZ-Meldung vom Vortag, wonach der Kölner Handelskonzern den geschlossenen Comet-Markt am Nordwall übernehmen will. Schon am 28. Dezember soll der Verkauf dort unter neuer Regie wieder aufgenommen werden.

Aus Comet wird Rewe: Am Dienstag nächster woche will der Handelsriese aus Köln am Springer Nordwall neu eröffnen. Foto: ric

Der bisherige Inhaber Carsten Diedrichs habe den Markt nicht mehr weiter betreiben wollen, teilte Rewe-Sprecher Andreas Krämer mit. Am kommenden Dienstag werde die Supermarkt-Kette als Hauptmieter der Immobilie den Laden unter eigener Flagge neu eröffnen. Ob, beziehungsweise in welchem Umfang die bisherigen Mitarbeiter weiter beschäftigt werden, ließ Krämer offen. „Dazu können wir noch keine endgültige Auskunft geben, da die diesbezüglichen Gespräche noch laufen.“

Wie berichtet, hatte Diedrichs den Geschäftsbetrieb am Dienstag dieser Woche überraschend und ohne jede Ankündigung eingestellt. Selbst Inhaber und Mitarbeiterinnen der Bäckereifiliale im Eingangsbereich des Marktes hatten von den Plänen im Vorfeld nichts erfahren.

Und offenbar wurde auch Rewe von den Ereignissen ziemlich kalt erwischt. Üblicherweise werden Geschäftsübergaben dieser Art von langer Hand vorbereitet und kommuniziert – allein schon, um die Kunden bei der Stange zu halten. Außerdem hatte Diedrichs selbst unlängst noch Öffnungszeiten für den Feiertagszeitraum am Eingang ausgehängt.

Vize-Ortsbürgermeister Ulrich Kalinowski zeigte sich gestern erleichtert und dankbar über die Ankündigung von Rewe, das Geschäft weiterzuführen. „Vor allem für die vielen älteren Mitbürger in der Innenstadt ist es wichtig, dass es auch in Zukunft einen Markt gibt, den sie zu Fuß erreichen können.“ Darüber hinaus habe das Lebensmittelgeschäft eine wichtige Funktion als Magnet im Zentrum.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische setzte sich unterdessen gegen Anschuldigungen Diedrichs zur Wehr, Politik und Verwaltung hätten ihm in den vergangenen drei Jahren das Leben schwer gemacht. „Mir war von vornherein klar, dass Herr Diedrichs die Schuld bei der Stadt suchen würde“, sagte Hische kopfschüttelnd.

Für den Vorwurf, die Stadt räume nicht schnell genug Schnee auf dem Parkdeck am Nordwall, hat der Verwaltungschef überhaupt kein Verständnis. „Auch in Zukunft wird sich unser Winterdienst vorrangig um Schulwege und andere wichtigere Strecken kümmern“, machte Hische deutlich. Er sei aber auch sehr froh, dass es auch in Zukunft einen Vollsortimenter in der Innenstadt gibt.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare