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Region investiert Millionen in Springe

SPRINGE. Nicht nur die Stadt will in den nächsten Jahren kräftig in die Infrastruktur (Schulen, Straßen, Kanäle) investieren: Auch die Region plant Millionenausgaben in Springe. Wir stellen die Details vor.

Soll ein neues Gesicht bekommen – für rund 1,5 Millionen Euro: der Vorplatz des Springer Bahnhofs. FOTO: ZETT
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Bahnhofs-Vorplatz: 2,1 Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2021 in die Umgestaltung der Bahnhofs-Umgebung fließen. Davon will sich die Region knapp die Hälfte (eine Million Euro) über Fördergelder finanzieren lassen. In einem ersten Schritt geht es um den neuen Pendler-Parkplatz östlich des Bahnhofsgebäudes: 73 Plätze sollen dort entstehen, wo momentan noch die alten Schuppen vor sich hingammeln.

Im Januar erhofft sich die Region einen Entscheid über Fördergelder des Landes: 348 000 Euro der 500 000 Euro Gesamtkosten sollen auf diese Weise abgedeckt werden. Im Frühjahr könnte dann der Baustart erfolgen. 58 Stellplätze will die Region in jedem Fall noch 2018 fertighaben. Der Rest soll gegebenenfalls 2019 in einem zweiten Bauabschnitt erfolgen.

Der Rest der eingeplanten Summe ist dann für die ebenfalls schon seit Jahren erwogene Umgestaltung des restlichen Geländes vorgesehen. Konkretere Pläne gebe es noch nicht, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Im Zentrum der Überlegungen steht demnach aber eine Neuordnung des Busbereiches: „Im Kern wird es um die Anordnung der An- und Abfahrtpositionen für die Busse gehen.“

BBS-Sporthalle: Der wohl größte Posten auf der Springer Investitionsliste für die Region: Die in die Jahre gekommene Sporthalle der Berufsbildenden Schulen an der Harmsmühlenstraße soll durch einen rund 5,4 Millionen Euro teuren Neubau ersetzt werden.

Von zwischenzeitlichen Überlegungen, auf ein Grundstück näher an den BBS-Gebäuden in der Stadt zu bauen, hat die Region wieder Abstand genommen: Die neue Halle sei geplant „an dem Ort, wo jetzt die alte Halle steht“, sagt Regionssprecherin Carmen Pförtner.

Man werde nun zeitnah ein Vergabeverfahren für die Planungen starten; danach sollen sich Architekt und Fachplaner an die Details machen. Im Spätherbst 2018 bekommt die Regionspolitik das Projekt noch einmal auf den Tisch; sie muss das Geld für den Bau freigeben. Frühester Baubeginn wäre das Frühjahr 2019 – „wir rechnen mit einer Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr“, sagt Pförtner.

Die neue Sporthalle soll im Passivhaus-Standard errichtet werden – und weiterhin auch externen Nutzern wie Vereinen oder Gruppen zur Verfügung stehen. Auch die Handballfreunde, die bislang direkt nebenan in der städtischen Sporthalle Süd spielen, wollen zumindest einmal bei der Region anklopfen, ob die neue Halle langfristig für Handballspiele infrage komme, so Manager Dennis Melching.

Wo die bisherigen Nutzer wie die BBS selbst während der Abriss- und Neubauzeit unterkommen, ist noch nicht geklärt: „Die Region Hannover wird dazu noch in Gespräche mit der Stadt Springe einsteigen, ob eine Mitnutzung anderer Hallen machbar ist“, sagt Pförtner.

Bahnhof Deisterpforte: Um ein weiteres Projekt der Region ist es zuletzt etwas still geworden: den zweiten Kernstadt-Bahnhof, der am Bahnübergang Heinrich-Göbel-Straße entstehen soll. Geschätzt 4 Millionen Euro sollen hier verbaut werden.

Bis zur möglichen Eröffnung gehen aber wohl noch mindestens acht Jahre ins Land – wenn der Bahnhof denn kommt. Momentan stimmt sich die Region noch mit Bahn und Landesnahverkehrsgesellschaft ab.

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