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Radweg zwischen Alferde und Eldagsen:„Immer wieder sticheln“

ALFERDE. Beim dringenden Wunsch nach einem Radweg zwischen Alferde und Eldagsen will der Ortsrat Alferde nicht lockerlassen. „Wir werden immer wieder sticheln“, sagte Ortsbürgermeister Uwe Metz auf der jüngsten Sitzung des Gremiums.

Die L 461 ist viel befahren. Ein Grund, warum hier aus Sicht der Ortsräte zukünftig ein Radweg entstehen soll. Foto: Mischer/ARCHIV

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Der Ortsrat möchte wissen, wann die Prioritätenliste für das Radwegeprogramm zuletzt überprüft wurde. Ortsbürgermeister Metz kündigte an, Friedhelm Fischer vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr anzuschreiben und um eine Stellungnahme zu bitten. In Abstimmung mit dem Ortsrat Eldagsen planen die Alferder Kommunalpolitiker zudem eine öffentlichkeitswirksame Aktion, um auf die Dringlichkeit eines Fahrradwegs zwischen Alferde und Eldagsen aufmerksam zu machen. Gedacht ist etwa an eine gemeinsame Fahrt mit dem Rad entlang der viel befahrenen Strecke. „Wir könnten auch Verkehrsminister Olaf Lies einladen“, sagte Metz. Der könne sich dann selbst ein Bild von der Verkehrssituation machen.

Wie berichtet, wird der gewünschte Radweg entlang der Landesstraße 461 auf der Prioritätenliste der Landesverkehrsbehörde nur in Stufe 3 eingeordnet. Und da für das Radwegeprogramm in Niedersachsen 5 Millionen Euro zur Verfügung stünden, würden in zehn Jahren lediglich zehn Radwege landesweit gebaut.

Ortsratsmitglied Anke Meyer stellte die Frage nach Fördermöglichkeiten. So sei bei Ihme-Roloven ein Radweg mit Fördergeldern gebaut worden. „Was sind das für Gelder? Und können wir vielleicht auch an diesen Fördertopf kommen?“, wollte sie wissen und bittet die Stadtverwaltung um Informationen.

Ein einseitiger Radweg zwischen Alferde und Eldagsen würde ausreichen, sagte Metz. Der sollte möglichst nördlich der L 461 verlaufen, denn dort sei in der Vergangenheit bereits auf einer Länge von rund einem Kilometer Land angekauft worden, erinnerte Metz. Der Wunsch nach einem Radweg währt schon lange: Bereits vor 30 Jahren habe man sich um eine Fahrradstrecke bemüht, berichtete der Ortsbürgermeister.

Entlang der Landesstraße 461 gebe es indes ein ganz anderes Problem, sagte Tanja Becker (SPD). Durch den Abbau und Abtransport von Muschelkalk südwestlich von Alferde werde durch die Lastwagen die Fahrbahn nicht nur sehr stark verschmutzt. Es würden auch kleine Steine auf die Straße aufgebracht, die zu Steinschlag an den Fahrzeugen führten. Allein in Alferde habe es nach ihrer Information deshalb bereits an zwei Autos Schäden gegeben. Beim damaligen Genehmigungsverfahren wäre allerdings festgelegt worden, dass die LKW-Reifen erst gesäubert werden müssten, bevor sie das Steinbruch-Gelände verließen, erinnerte Ortsbürgermeister Metz.

Der Ortsrat bittet nun die Stadtverwaltung, sich des Problems der verschmutzten Straße anzunehmen.

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