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Elternvertreter und ndz.de-Leser befürworten Regelung an der HGR

Putzdienst als sinnvoll angesehen

Springe (ric). Dass Schüler in ihren Klassenräumen selbst zum Besen greifen, fegen und aufräumen – für die Elternvertreter der Heinrich-Göbel-Realschule (HGR) eine gute pädagogische Einrichtung. „Wir teilen nicht die Empörung des Vaters, der sein Kind als billige Reinigungskraft missbraucht sieht“, sagen Sabine von Döhren und Ulrike Hamann.


Die Vorsitzende des Schulelternrates und die Elternvertreterin sind der Ansicht, dass die Schule damit vielmehr einen Teil ihres pädagogischen Auftrags erfülle. „Schule vermittelt nicht nur Wissen, sondern muss in immer stärkerem Maße auch Erziehungsaufgaben wahrnehmen, die zum Teil in den Familien nicht mehr geleistet werden können.“

Der Einsatz mit dem Besen erfülle damit „unter anderem den Aspekt der Übernahme von Verantwortung und das Erlernen eines zumindest im Ansatz wünschenswerten Ordnungssinns“. Der kritische Vater würde übersehen, dass die Übernahme von Reinigungsdiensten die soziale Kompetenz der Schüler stärke. Es könne erwartet werden, dass Schüler ihren Arbeitsplatz mit größerer Wertschätzung wahrnehmen, wenn sie diesen auch eigenverantwortlich sauber halten.

n Eine Ansicht, die auch die Leser teilen, die sich an der Umfrage auf www.ndz.de beteiligt haben: Der überwiegende Anteil (61 Prozent) befürwortet den Reinigungseinsatz als pädagogische Maßnahme, nur 27 Prozent sind dagegen und meinen, dass sich Schüler stattdessen mehr dem Unterrichtsstoff widmen sollten. 12 Prozent votierten für individuelle Regelungen im Klassenverband.

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