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Purena erhöht die Wasserpreise

SPRINGE. Versorger Purena wird zum 1. Januar die Wasserpreise um 11,1 Prozent – und damit deutlich – erhöhen. Der Grund: steigende Lohn-, Energie- und Materialkosten, wie das Unternehmen auf NDZ-Nachfrage mitteilt.

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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

Zuletzt waren die Preise im April 2015 um 4,6 Prozent angehoben worden, sagt Purena-Sprecher Ralph Montag. Davon habe das Unternehmen aber nur teils seine eigenen Kosten ausgleichen können, den Rest habe man an die öffentliche Hand weitergeben müssen. Umgerechnet bedeutet die 11-Prozent-Erhöhung: Eine Familie, die etwa 150 Kubikmeter verbraucht, müsse ab 2018 jährlich 31,56 Euro mehr zahlen. „Wenn man es positiv sieht: Es gibt nur wenige Unternehmen, die die Preise so lange halten konnten. Wir hatten jetzt zehn Jahre Ruhe“, betont Montag. Die Erhöhung müsse daher auf die vergangenen Jahre hochgerechnet werden. „Die Kosten, etwa für Lohn, Energie und Material sind immer weiter gestiegen und diese Lücke gleichen wir jetzt aus.“ Der Preisanstieg 2015 habe dafür nicht gereicht.

Besonders die Energiekosten für die Unterhaltung der zahlreichen Pumpen seien gestiegen – die Erträge hingegen seien gleichgeblieben. Heißt: Die Kosten seien stärker gestiegen als die Einnahmen. Hinzu kämen Reparaturen. „Die Erhöhung selbst ist sehr unspektakulär und bildet für mich ein nachvollziehbares Gesamtbild der Purena. Und wir müssen uns nicht vor benachbarten Anbietern verstecken“, sagt Montag.

Im Juni warnte noch das Umweltbundesamt vor einer „massiven Erhöhung“ der Preise, sollte die Nitratbelastung des Grundwassers nicht sinken. In Springe seien die Grenzwerte aber unterschritten worden – alle Ortsteile außer Altenhagen werden seit 27 Jahren von Purena versorgt.

Betroffen von der Erhöhung sind zudem Bad Münder, Nettelrede, Luttringhausen und Nienstedt. Die Erhöhung bezieht sich sowohl auf den Kubikmeter als auch auf den Grundpreis, erklärt Montag. Irritationen der Kunden habe es bei der letzten Erhöhung nicht gegeben. „Es gab keine vermehrten Nachfragen“, sagt Montag. Der Konzessionsvertrag zur Wasserversorgung mit der Firma Purena wird zum 1. Juli 2019 auslaufen. Geht es nach der Verwaltung, soll neu ausgeschrieben werden (wir berichteten). Im Mai bekundeten die Stadtwerke Interesse.

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