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Museum sucht Besitzer alter Weserkeramik / Archäologin erstellt am Montag Fotografien für Katalog

Projekt „Pottland“ kommt 2012 nach Hause

Von Christian Zett

AltenhagenI/Völksen/ Springe. Vor hunderten von Jahren, da war hier am Deister der Mittelpunkt der Welt – zumindest, was das Töpfern anging. „Pottland“ nannte sich die Gegend, in der sich allein in Völksen und Altenhagen I über 40 Meister der sogenannten Weserkeramik verschrieben hatten. Die Ware gelangte über Hameln per Schiff bis nach Nordamerika oder Russland.

Weserkeramik aus dem Pottland: Angelika Schwager und Helmut Buss

Von Christian Zett

AltenhagenI/Völksen/ Springe. Vor hunderten von Jahren, da war hier am Deister der Mittelpunkt der Welt – zumindest, was das Töpfern anging. „Pottland“ nannte sich die Gegend, in der sich allein in Völksen und Altenhagen I über 40 Meister der sogenannten Weserkeramik verschrieben hatten. Die Ware gelangte über Hameln per Schiff bis nach Nordamerika oder Russland.

Dieser Zeit will das Springer Museum in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ab 2012 eine große Ausstellung widmen. Bis dahin ist noch viel zu tun – unter anderem sollen bereits am Montag Fotos für einen Katalog erstellt werden. Eine Archäologin, die Museumschefin Angelika Schwager gemeinsam mit ihren Kollegen in Bad Münder, Coppenbrügge, Duingen und Bevern angeheuert hat, wird in und um Springe fotografieren.

Schwager ist deshalb auf der Suche nach noch unbekannten Besitzern alter Weserkeramikstücke aus dem „Pottland“: Teller, Schalen, Krüge, aber auch Rohre. „Wer so etwas hat, der weiß in der Regel auch, was es ist“, sagt Schwager. Ihr ist wichtig zu betonen, dass es dem Museumsteam nur ums Fotografieren der Exponate geht: „Jeder kann natürlich seine Stücke behalten.“ Bis Donnerstagabend will die Archäologin gemeinsam mit dem Museum die Ergebnisse der Recherche zusammenfassen.

In der Planung ist das „Pottland“-Projekt schon lange; bereits 2008 schlossen die Museen einen Kooperationsvertrag. Ursprünglich war die Ausstellung bereits für dieses Jahr geplant. Jetzt sieht das Konzept vor, im Frühjahr 2012 ein halbes Jahr lang verschiedene Aspekte des „Pottland“ in den jeweiligen Museen auszustellen. Bad Münder etwa soll dann die Archäologie beherbergen. Im Herbst des Jahres werden dann alle Bereiche gemeinsam im Museum in Bevern zusammengefasst. „Die Finanzierung steht inzwischen größtenteils auf sicheren Füßen“, so Schwager.

Wer sich mit Fotos seiner Weserkeramik an dem Katalog beteiligen möchte oder gar Spenden für die Ausstellung selbst zur Verfügung stellen will, kann sich im Museum auf dem Burghof melden: 05041/61705.

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