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Postbank will an der Fünfhausenstraße zusätzlich Finanzdienstleistungen anbieten sowie Strom und Gas verkaufen

Post gerettet: Konzernschwester übernimmt Filiale

Springe (mf). Die zweijährige Zitterpartie ist beendet: Die Postfiliale an der Fünfhausenstraße bleibt erhalten. Wie die Deutsche Post gestern bekannt gab, wird die Konzernschwester Postbank den Standort am 1. Juli übernehmen. Für Mitarbeiter und Kunden soll sich nichts ändern.

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Im Gegenteil: Die Postbank will das vorhandene Angebot sogar noch erweitern. Neben dem Brief- und Paketversand sollen künftig auch in größerem Umfang Finanzdienstleistungen erbracht werden. Darüber hinaus will die Postbank mittelfristig auch in Springe in das lukrative Geschäft mit Telekommunikations-, Strom- und Gasverträgen einsteigen. Das bedeutet: Zusätzliche Konkurrenz für die Springer Stadtwerke. Denn, so Postbank-Sprecher Oliver Rittmaier gegenüber der Neuen Deister-Zeitung: „Wir arbeiten ausschließlich mit zwei überregionalen Partnern zusammen.“

Die vorhandenen Mitarbeiter werden seinen Angaben zufolge allesamt von der Postbank übernommen, ebenso wie der bestehende Mietvertrag für die Immobilie.

„Die Kooperation bietet Vorteile für alle Seiten. Unsere Kunden können ihre gewohnte Filiale mit dem gleichen Leistungsangebot weiter nutzen und außerdem bequem Bankgeschäfte erledigen“, sagt Postsprecher Jens-Uwe Hogardt.

Anfang 2008 hatte die Post angekündigt, ihre bis dahin bundesweit noch rund 750 selbst betriebenen Filialen schließen und die Geschäfte an private Partner übergeben zu wollen. Auch der Standort Springe sollte spätestens Ende 2011 aufgegeben werden. Für das Gebäude wurde bereits ein neuer Nutzer gesucht. Mit dem jetzt ausgehandelten Vertrag übernimmt die Postbank neben Springe 23 weitere Postfilialen in Niedersachsen.

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