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Polizei stellt Kriminalitäts-Statistik vor

Springe. 79 Wohnungseinbrüche verzeichnet die polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeikommissariats Springe für 2015 – das sind rund 50 Prozent mehr als in den Vorjahren. Davon konnte gerade einmal ein Viertel aufgeklärt werden.


Springe. 79 Wohnungseinbrüche verzeichnet die polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeikommissariats Springe für 2015 – das sind rund 50 Prozent mehr als in den Vorjahren (2013: 52, 2014: 51). Davon konnte gerade einmal ein Viertel aufgeklärt werden. „Wohnungseinbrüche sind ausgesprochen schwer aufklärbar, die Täter sind meist über alle Berge“, sagt Hartmut Retzlaff, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes.

Lediglich bei Einbruchsserien bestünden bessere Chancen, den Tätern auf die Spur zu kommen. „Wir sensibilisieren die Bevölkerung durch Fachvorträge und Informationsveranstaltungen“, so Retzlaff weiter. Außerdem nehme die Verhinderung von Einbrüchen eine zentrale Rolle im Konzept der Polizei ein. „Wir führen Schwerpunktanalysen durch und beobachten bestimmte Bereiche besonders intensiv“, betont der Ermittlungschef. Im Gegensatz zu den Wohnungseinbrüchen habe sich die Zahl der Einbrüche in Geschäfts- oder Lagerräume beinahe halbiert, auch die Anzahl der PKW-Aufbrüche liege mit 30 Autos in einem durchaus moderaten Bereich.

Grundsätzlich sei die von Retzlaff und dem Leiter des Springer Polizeikommissariats Christian Krone vorgelegte Jahresstatistik sehr positiv. Die Zahl aller Straftaten in Springe und Pattensen sank von 2140 auf 1906. In Bereichen wie Körperverletzung, Fahrraddiebstählen oder eben Einbrüchen gab es allerdings Zuwächse.

In rund 66 Prozent aller Taten wurde erfolgreich ermittelt. „Diese Aufklärungsquote liegt damit wieder über dem Landesdurchschnitt“, betont Krone stolz. Im Bereich der sogenannten Rohheitsdelikte wie Raub oder Körperverletzung liegt die Quote sogar bei 92 Prozent. Niedersachsenweit werden durchschnittlich rund 61 Prozent der Taten aufgeklärt.

Das Thema Flüchtlinge spiele in Springe im Zusammenhang mit Straftaten kaum eine Rolle. „Natürlich werden wir auch mal zu Flüchtlingsunterkünften gerufen, dort gibt es genau wie überall anders auch mal eine Auseinandersetzung, die unser Eingreifen erfordert“, sagt Krone. Vergleichszahlen zu diesem Themenschwerpunkt liegen den Beamten derzeit nicht vor, aber die aufgenommenen Fälle zeigten keine Auffälligkeiten – weder im Hinblick auf Straftaten, die von Flüchtlingen begangen wurden, noch hinsichtlich solcher Taten, die sich gegen Flüchtlinge richten.

Nahezu halbiert hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der Delikte im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität. „Diese Zahl bildet aber die Realität nur unzureichend ab“, räumen Retzlaff und Krone ein – weil aktuell weniger Personal im Einsatz sei. „Wir haben Kollegen dort abgezogen und den Fokus mehr auf den Bereich der Einbruchsermittlung und -prävention gelegt“, erläutert Krone. „Wir wissen, dass es Jugendliche gibt, die Marihuana konsumieren und beobachten die Situation sehr genau“, ergänzt Retzlaff. Erfreulich sei, dass der Konsum von sogenannten harten Drogen, wie Kokain oder Heroin hier kein Thema sei.

„In Springe kann man ruhigen Gewissens sagen, dass man hier sicher lebt. Hier muss niemand Angst haben“, so lautet das Fazit von Krone, der mit den Zahlen zufrieden ist. „Das ist auch für die Kollegen, die Tag und Nacht im Einsatz sind, ein schönes Ergebnis und eine Bestätigung der Qualität ihrer Arbeit.“

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